Predigten

An dieser Stelle finden Sie in regelmäßigen Abständen Predigten von Pfarrerinnen und Pfarrern aus dem Kirchenbezirk.

23.12.2018 / 4. Advent
Predigt: Lukas 1, 26-35 + 37-38
Prädikant Volker Herion

Was für eine Geschichte - liebe Gemeinde – Hier der große allmächtige Gott -und da eine unscheinbare – unschuldige - junge Frau und das Ganze überhöht durch die Figur des Engels Gabriel!Die Meisten von uns kennen diese Szene, -aber heute Morgen, am 4. Advent, wollen wir einmal dieses in Gold gefasste Marienbild durchbrechen und etwas genauer hinschauen:

Maria ist wahrscheinlich so jung wie unsere Konfirmandinnen, als sie mit Jesus schwanger ist.Und sie ist bereits eine Verlobte! Ihr Bräutigam Josef gehört als Zimmermann zum sozialen Mittelstand. Und ihre Eltern haben die Verbindung arrangiert, um Marias Zukunft zu sichern. Der Brautpreis ist teilweise schon bezahlt. Aber die Hochzeit hat noch nicht stattgefunden.
Deshalb lebt Maria weiterhin in ihrer Familie und wird wie ein Augapfel von ihrem Vater und ihren Brüdern behütet.Wir kennen das aus Beispielen vieler Einwanderer-Familien in unserem Land.Und nun diese Ansage ! Eine Katastrophe! Unehelich schwanger zu sein kann den Tod durch Steinigung bedeuten...

 

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09.12.2018 / 2. Adventsonntag
Predigt: Jesaja 35, 3-10
Lehrvikarin Ann-Kathrin Knittel, Eberbach

Liebe Gemeinde,

Ich steige aus dem Auto, gehe über den Kieshof, drücke die Haustürklinge nach unten, obwohl ich eigentlich weiß, dass hier immer abgeschlossen ist am Wochenende. Also ziehe ich meinen überladenen Schlüsselbund aus der Jackentasche, an dem noch der Holzanhänger baumelt, den ich als Jugendliche gekauft habe. Im Treppenhaus trifft mich der altbekannte Geruch. Wenn ich nicht da bin, bekomme ich kaum ein Gefühl dafür. Andere Menschen sagen immer es riecht nach Zahnarzt, weil im Erdgeschoss die Zahnarztpraxis ist, aber das habe ich nie gerochen. Ich gehe die Holztreppe in den ersten Stock, mache die Tür zum Schuhraum auf, klingele gleichzeitig an der Wohnungstür um mich anzukündigen, streife die Schuhe von den Füßen. Höre schon, wie meine Mutter den Flur entlangläuft um aufzumachen. Dann geht die Tür auf, es riecht nach Essen, nach Advent, nach meiner Familie, nach zu Hause. Am vergangenen Samstag bin ich in die Heimat gefahren. Mein Vater hatte Geburtstag...

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25.11.2018 / Ewigkeitssonntag
Predigt: Matthäus 25, 1-13
Pfarrer Dirk Ender, Meckesheim

Liebe Gemeinde!

 Mit Ernst, oh Menschenkinder, das Herz in euch bestellt, bald wird das Heil der Sünder, der wunderbare Held, den Gott aus Gnad‘ allein der Welt zum Licht und Leben versprochen hat zu geben, bei allen kehren ein.

Manche von Ihnen kennen dieses Adventslied. Kirchlich galt die Adventszeit früher als eine ernste Zeit, in der wir uns auf das Kommen Jesu vorbereiten. Innerlich vorbereiten. Was ist, wenn Jesus wiederkommt? Heute, oder Morgen? Wir gedenken heute derer, die im vergangenen Kirchenjahr gestorben sind...

 

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21.11.2018 / Buß - und Bettag
Predigt: Offenbarung 3, 14-22
Dekan Ekkehard Leytz, Eberbach

Liebe Gemeinde,
„Es gibt ein Bild von Paul Klee, das Angelus Novus heißt. Ein Engel ist darauf dargestellt, der aussieht als wäre er im Begriff, sich von etwas zu entfernen, worauf er starrt. Seine Augen sind aufgerissen, sein Mund steht offen und seine Flügel sind ausgespannt. Der Engel der Geschichte muss so aussehen. Er hat das Antlitz der Vergangenheit zugewendet. Wo eine Kette von Begebenheiten vor uns erscheint, da sieht er eine einzige Katastrophe, die unablässig Trümmer auf Trümmer häuft und sie ihm vor die Füße schleudert.
Er möchte verweilen, die Toten wecken und das Zerschlagene zusammenfügen...

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11.11.2019 / Drittletzter Sonntag des Kirchenjahres
Predigt: Hiob 14, 1-6
Pfarrer Johannes Beisel, Gauangelloc

Liebe Gemeinde, Hiob hat genug von Gott -von dem, wie sich Gott in seinem Leben bemerkbar macht, von dem – wie Hiob meint – wie sich Gott in seinem Leben bemerkbar macht - nämlich als Kontrolleur, - als Aufpasser,als einer, der ihn auf die Probe stellt, als einer, der ihn massiv konfrontiert mit Leid und Elend...

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21.10.2018 / 21. Sonntag nach Trinitatis
Predigt: Jer. 29, 1-14
Dekan Ekkehard Leytz, Eberbach

Liebe Gemeinde,

nur da Beste – für die Gäste. Nur das Beste für mein Land. Ich wünsch dir nur das Beste! Aber was ist das Beste?  Mitte des ersten Jahrtausends vor Christus schreibt der Prophet Jeremia einen genialen Brief an seine Landsleute im Exil. König Nebukadnezar hatte sie nach Babylon weggeführt...
 
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24.06.2018 / 4. Sonntag nach Trinitatis
Predigt: 1. Petrus 3-8-15
Pfarrerin: Guschi Herion, Eberbach

Es ist schon immer anspruchsvoll gewesen, liebe Gemeinde,

eine Christin, ein Christ zu sein! Das haben wir bereits in der Lesung gehört, und wir werden es in geballter Form noch einmal hören in unserem Predigttext heute aus dem 1. Petrusbrief. Ich spanne euch noch ein wenig auf die Folter, weil ich selbst noch nicht so weit bin, mich diesem Anspruch erneut zu stellen. Ständige Ausrufezeichen, wie ich sie gleich im Brieftext vorfinde, ermüden mich. Ich lechze vielmehr nach Zuspruch. Verbirgt sich der gnädige Gott etwa hinter diesen heute so zahlreich vorgetragenen „Ihr sollt!“ oder „Seid barmherzig, seid demütig!“? Ich weiß es noch nicht so genau. Aber eines weiß ich bestimmt! Es ist allein der gnädige Gott der Mutterboden für unseren liebevollen Glauben. Zuerst ist es die Liebe Gottes, die Gott uns ins Herz legt. Erst dann können wir zu Liebenden werden, weil wir die Geliebten Gottes sind...

 
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17.06.2018 / 3. Sonntag nach Trinitatis
Predigt: 1. Johannes 1, 5 - 2, 6
Pfarrerin Petra Hasenkamp, Neckargemünd Markusgemeinde

Liebe Gemeinde!

Auf einem Kalenderblatt las ich einen Spruch, der mich fasziniert hat. Dort heißt es: Angenommen, du würdest verhaftet, weil du Christ bist. Gäbe es genügend Beweise, dich zu überführen?  Zunächst schmunzelt man, die Tragweite und der Ernst dieses Spruches stellt sich erst beim 2. Hören und Lesen ein: Angenommen, du würdest verhaftet, weil du Christ bist. Gäbe es genügend Beweise, dich zu überführen?

Ich habe mit Schülern/innen in der Schule über diesen Spruch geredet und wir haben überlegt, was denn eindeutige Beweise für das Christsein wären...

 
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03.06.2018 / 1. Sonntag nach Trinitatis
Predigt: Joh. 14,2
Pfarrerin Friedericke Brixner, Mauer

Liebe Gemeinde,

 

dienstags oder donnerstags, wenn unsere Kirche geöffnet ist, kommen immer wieder Menschen, die sich hier in eine der Bänke setzen. Sie suchen die stille Kirche auf, um zur Ruhe zu kommen, zu beten, etwas vor Gott zu bringen oder einfach ihren Gedanken nachzuhängen. Schon als wir die Renovierung unserer Kirche geplant haben, wussten wir im Kirchengemeinderat, dass wir unsere Kirche auch an verlässlichen Tagen unter der Woche öffnen wollten. Schnell war klar, dass es auch schön wäre, die Möglichkeit zu haben, eine Kerze anzuzünden. Allerdings war das etwas, das wir nicht übers Knie brechen wollten und so haben wir uns Zeit gelassen. Als wir dann bei einer unserer Sitzungen mit den Entwurf dieses Kerzenständers vorliegen hatten, hat uns die Idee gut gefallen.

 

 

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27.05.2018 / Trinitatis
Predigt: Epheser 1, 3+4+12 /Jubelkonfirmation
Pfarrerin Guschi Herion, Eberbach

In welcher Zeit des Jahres könnte ich besser verstehen, was Gottes Schöpferkraft bewirkt als im Mai, liebe Gemeinde!?  Bin ich erst dem Grau des Winters entflohen und den peitschenden Regenwänden eines nassen Frühjahres … habe ich eben erst die zarten Knospen der Rhododendren abtropfen sehen, so stehen dieselben nun als ein rauschendes Blütenmeer vor mir in Pink, in strahlendem Weiß, in kräftigem Currygelb und duften zu mir herüber. Was ich meine, ist: Der Kontrast zwischen einer stumpfen und farbmüden langatmigen Winterzeit und dem Aufbruch in eine neu verwandelte Rauschzeit der Farben und Gerüche könnte mir nicht augenscheinlicher sein als im Monat Mai. Der Mai ist der sattgrüne Rahmen, in den sich ein farbenprächtiges Bild spannt. Gott ist der sattgrüne Rahmen, in den sich dein Leben schmiegt mit all seinen Farbnuancen vom sanften Grau über ein nachtschattiges Schwarz bis hin zu einem zarten Gelb, einem leisen Orangerot der Morgenröte: Endlich! Du kannst dein Haupt wieder heben! Fühlst dich nach einer unverschuldeten Niedergeschlagenheit unversehens geborgen. Da ist einer, der dich wie ein sanfter Maienwind umstreicht, Deine Lebensgeister wachkitzelt, Dich neu zur Welt bringt, weil er Dich so unendlich liebt. Er liebt Dich mehr als alles andere. ..

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20.05.2018 / Pfingsten
Predigt: Epheser 4, 1-16
Pfarrerin Wiltrud Schröder-Ender, Meckesheim

Liebe Gemeinde,

heute ist ROT angesagt - liturgisch gesehen; rot wie die Liebe, das Feuer, der Zorn und wie die ersten Erdbeeren der Saison. Die Farbe ist fassbar, der Heilige Geist nicht. Pfingsten ist irgendwie ein sperriges Fest. Es lässt sich nicht so leicht feiern wie Weihnachten oder Ostern; hat sich kaum in unseren Volksbräuchen angesiedelt. Pfingsten ist das Fest des des Heiligen Geistes und zugleich das Fest der Gemeinschaft unter Menschen. Dass die Gemeinschaft klappt, da hat der Heilige Geist einiges zu tun unter uns Christinnen und Christen, liebe Gemeinde.  Es ist schwierig aus Einzelwesen eine Gemeinschaft zu formen, die wirklich trägt. So unterschiedlich die Menschen sind, so unterschiedliche Gaben und Interessen bringen sie ein...

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13.05.2018 / Exaudi
Predigt: Jeremia 31, 31-34
Pfarrerin Friedericke Brixner, Mauer

Zwei Geschichten, liebe Gemeinde.

Die erste:Es war ein abgegriffener Zettel, den Munnicher dem einarmigen Apotheker hinhielt. Munnicher trug das aus einem Notizbuch gerissene Blatt schon seit Wochen in der Jackentasche und hatte oft danach gegriffen. Ein paar Gifte standen darauf. Pflanzenschutzgifte, die Erwachsenen ohne Umstände verkauft werden. Munnicher wollte das Gift nicht für Pflanzen. Munnicher wollte es für sich, für die zertretene, weggeworfene Menschenpflanze Munnicher. Er war in diese abgelegene Apotheke gegangen, weil er in den kaltprächtigen Medikamentenpalästen aus Plastikmasse, Nickel und Neon seinen Wunsch nicht vorbringen mochte. „Eins davon“, sagte er. Der Apotheker schaute Munnicher vom zurückweichenden Haaransatz bis zum nachlässig gebundenen Schlips an. „Er merkt, dass ich aus dem Gefängnis komme“, dachte Munnicher. „Er sieht es an dieser ausgebleichten Haut, in der jede Pore drei Jahre lang nach Sonne geschrieen hat. Aber heute Nacht kommt die Sonne ja“, dachte er. „Dann kommt die große Helle von innen.“..

 

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06.05.2018 / Rogate
Predigt: Kolosser 4, 2-6
Pfarrerin Guschi Herion, Eberbach

Seid getrost! Denn euer Vater im Himmel weiß, wes ihrbedürft, bevor ihr ihn bittet. Amen

Schon habe ich euch in der Begrüßung angekündigt, liebe Gemeinde, um was es heute in unserem Gottesdienst vornehmlich gehen wird: Um das Beten, um unser Gebet.

Ich weiß wohl, dass Beten eine höchst sensible und letztlich auch intime Angelegenheit ist. Ich versuche mich heute dennoch darin, das Gebet zu öffnen für seine vielfältigen Spielräume. Damit werfe ich einen Blick auf das Heilige eines jeden Gebetes, veröffentliche den inneren Klang der liturgischen Gebete und enthülle euch und mir selbst die Kraft, die im Gebet steckt. Doch zuerst noch diesen freien Blick auf die besondere, nachösterliche Zeit, in der wir heute hier zusammengekommen sind: Jubilate! Kantate! Rogate! Jubelt! Singt! Betet!

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29.04.2018 Konfirmation
Predigt: Zivilcourage
Pfarrer: Johannes Beisel, Gauangelloch

 

Liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden, - liebe Festgemeinde,

das Bild auf der Vorderseite des Liedblat­tes gefällt mir – sonst hätte ich es wohl auch nicht für die Titelseite des Gemeindebriefes ausgesucht und eben auch nicht für den heutigen Gottesdienst. Es stammt von der diesjährigen Aktion „Sieben Wochen ohne Kneifen – Zeig dich!“ Es kommt mit einem gewissen Augenzwinkern daher und strotzt voller Lebensfreude - Vater und Sohn sind gemeinsam on Tour: Sie spielen Superman. Zuversichtlich-siegesgewiss und energiegeladen, recken sie ihre Arme gen Himmel. Ganz offensichtlich haben die beiden Spaß an ihrem Auftritt. Aber vor wem treten Vater und Sohn da eigentlich auf? Ringsum ist nichts als ein Feld zu sehen; weit und breit keine andere Person, - kein anderer Mensch, dem man sich zeigen könnte...

 

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22.04.2018 Jubilate
Predigt: Schöpfungsgeschichte
Lehrvikarin: Stephanie Ultes, Neckargemünd Markusgemeinde

Liebe Gemeinde
"Zwei Seelen wohnen, ach in meiner Brust" so klagte Goethes Faust - und so klage auch ich. Beim autofahren. Das hat seinen Grund. Ich bin viel mit dem Auto unterwegs. Und dabei läuft in der rgel das Radio. Ich habe den eindruck, dass nirgends zwei krassere Gegensätze vereint sind als unterwegs beim Radiohören. Da höre ich: Amokfahrt in münster, Giftgaseinsätze und Folter in Syrien..
 
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15.04.2018 Miserikordias Domini
Predigt: Johannes 21,15-19
Pfarrer Michael Kreitzscheck, Wilhelmsfeld

Liebe Gemeinde,

kurz vor dem Tod, so sagt man, ziehen die Bilder des Lebens noch einmal an einem vorüber. Simon Petrus starb in Rom als Märtyrer. Welche Bilder werden vor seinem inneren Auge vorübergezogen sein? Viele Bilder von seinem Weg mit Jesus. Das Bild am See Genezareth, als er mit aller Kraft an dem vollen Netz zieht und Jesus sagt: „Von jetzt an wirst du Menschen fangen.“ Das Bild auf dem Gipfel des Berges, als er dem Himmel so nah war. Und zwei ganz besondere Bilder waren noch dabei – zwei Feuerbilder …

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01.04.2018 Ostersonntag
Predigt: Liedpredigt EG 112, " Auf, auf, mein Herz mit Freuden"
Pfarrer Michael Kreitzscheck, Wilhelmsfeld

Ätsch und bätsch, liebe Gemeinde, so lässt sich der Osterchoral von Paul Gerhardt zusammenfassen. Eigentlich ist es die Ostergeschichte, die Paul Gerhardt so zusammenfasst: Jesus macht ätsch, und wir machen bätsch. Denn Jesus ist auferstanden, und ätsch, Tod, du hast verloren. Dein Siegesgeheul war zu früh, Hölle, bätsch, du bist unterlegen...
 
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30.03.2018 Karfreitag
Predigt: Hebr. 9, 15. 26b-29
Dekan Ekkehard Leytz, Eberbach

Liebe Gemeinde,

in wenigen Worten wird hier die ganze Welt gedeutet. Kein Wunder, dass diese Worte und Sätze nicht gerade schlicht sind. Sie machen es uns nicht leicht. Wie könnte man das auch erwarten, heute, am Karfreitag. Da haben wir die Kreuzigungsgeschichte im Kopf oder gar im Herzen – und versuchen zu verstehen. Wiedereinmal. Aber das Kreuz ist sperrig. Es passt sich nicht so einfach in unser Denken. Es passt auch nicht in unsere Zeit: Zu dem Versuch, alles ein bisschen lockerer zu sehen; nicht ganz ernst zu nehmen, cool zu bleiben, drüber zu stehen. Es passt sich mit seinen sperrigen Armen nicht ein in den Strom der Unverbindlichkeit und Standpunktlosigkeit...

 

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25.03.2018 Palmsonntag
Predigt: Jes. 50,4-9
Pfarrerin Guschi Herion, Eberbach

Liebe Gemeinde
Der Herr, dein Gott, hat dein Wandern durch diese große Wüste

auf sein Herz genommen. Amen 5. Mose 2.7

Sie kennen die Wüste, liebe Gemeinde? Von einer Reise, vielleicht?  Es war heiß, brennend. Wolkenlos. Erinnerung an meine Wüste. Sandfelder weit und breit. Barfuß, unmöglich. Glühend der Sand, heiß wie eine Herdplatte. Nur mit Schuhen machbar. Weit der Horizont. In der Ferne steinfelsige, rotknöcherne Felsen. Gott sei Dank. Im Bus vorne. Ein Kühlschrank mit Wasserflaschen. 1€ die Flasche. Dem Durstigen die Rettung. Und Mose? Und das Volk Israel? Und Johannes der Täufer? Und Jesus? Sie alle sind Wüstenläufer. Prediger in der Wüste. Wie ist es ihnen ergangen? Im gleißenden Licht der stechenden Sonne + bei arger Kälte in sternenklarer Nacht? Dass dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts. Der Herr behüte dich vor allem Übel. Und auch deine Seele. War das ihre Wegzehrung? Mental und geistlich? War das Wässerung der Trockenheit ihrer notdürftigen Seele? Mose und das aufbegehrende Volk. Das Volk ausgebrannt + müde ob der Wüstenwanderung...

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11.03.2018 Lätare
Predigt: Phil. 1, 15-21
Pfarrerin Friedericke Brixner, Mauer

Liebe Gemeinde,

Laetare: freue dich – so heißt der Sonntag heute. Mitten in der Passionszeit. „Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn.“ Das schreibt einer, der im Gefängnis sitzt. Paulus. Er wurde gefangen genommen und eingesperrt. Er schreibt aus dem Gefängnis an die Gemeinde in Philippi, der er sehr verbunden ist. Eine Mischung zwischen Tagebuch und Brief ist es, was man in diesen Versen lesen kann. Paulus lebt als Gefangener. Das Christentum war den Machthabern suspekt, die Christen zu selbstbewusst, die brachten die alten Machtverhältnisse ins Wanken. Also wurden sie eingesperrt. „Wenn nur Christus verkündigt wird auf jede Weise, … so freue ich mich darüber“. Hauptsache, der Glaube wird weiterverbreitet. Hauptsache, die Menschen lernen Jesus Christus kennen...

 
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04.03.2018 Okuli
Predigt: 1. Petrus 1, 18 - 21
Pfarrer Johannes Beisel, Gauangelloch

Liebe Gemeinde,

im Kirchenjahr befinden wir uns ja gerade mitten in der Passionszeit - in der Zeit, in der überall auf der Welt in christlichen Gemeinden an das Leiden und Sterben Jesu Christi erinnert wird. Leiden und Sterben -das ist ein mehr als unangenehmes Thema. Es ist ein Thema, dem wir uns nicht so gerne stellen - obwohl es unser aller Vergangenheit und Gegenwart und Zukunft betrifft. Niemand geht ohne Leiden durch das Leben. Und wir werden alle früher oder später sterben müssen. „Wir können den Tod nicht schwänzen“, sage ich immer augenzwinkernd. Aber wenn wir gerade nicht mitten drin stecken im Leid, dann versuchen wir an dieser Wirklichkeit vorbei zu sehen, und hoffen, dass es uns so bald nicht erwischt. Unterm Strich ist diese Hoffnung vergebens. Auch im größten Glück bleibt ein bedrohlicher Hintergrund - die Frage, was wird sein, wenn …

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Predigt zur Predigtreihe Elsenztal "Geschwistergeschichten"
Miriam und ihre Brüder Mose und Aaron
Pfarrer Johannes Beisel, Gauangelloch

Schalom, liebe Gemeinde, - darf ich mich vorstellen? (:)

Ich bin Mirjam, die Schwester von Mose und Aaron -

ihr wisst schon …

Mit Pfarrer Beisel habe ich abgesprochen, dass ich heute mal die Predigt übernehme - eine Erzählpredigt in drei Teilen. Ich möchte euch gerne - aus meiner Warte, aus meiner Perspektive - einen Einblick in einen wichtigen geschichtlichen Abschnitt meines Volkes Israel geben, einen Einblick aus erster Hand sozusagen. Unsere Zeit in Ägypten hatte eigentlich so positiv angefangen..

 
 
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Predigt: Reminiszere
25.02.18 - Jesaja 5, 1-7
Pfarrer Thomas Lehmkühler, Arche Neckargemünd

Liebe Schwestern und Brüder!

Der heutige Predigttext ist für mich ein kleines Meisterwerk der Literatur. Er ist ein Musterbeispiel dafür, wie man die Aufmerksamkeit gerade der Leute auf sich zieht, die sich eigentlich immer abwenden, weil sie das nicht hören wollen, was sie erwartet. Es ist ein Lied, in das Jesaja seine unbequeme Botschaft so geschickt verpackt hat, dass die gebannten Zuhörer ihm auf den Leim gehen. Professionelle Werbestrategen können das nicht besser planen. Um die raffinierten Überraschungseffekten besser deutlich zu machen, habe ich das Lied, das wir natürlich nur als Text kennen, in kleinere Abschnitte geteilt und in eine Erzählung eingebettet. Die Grundidee dazu habe ich in dem Jesaja-Roman von Hermann Koch gefunden. Für die Predigt habe ich sie natürlich bearbeitet. Die Szene ist zwar so nicht in der Bibel überliefert, aber man kann sich gut vorstellen, dass es sich so ähnlich abgespielt haben könnte. Die Erzählung führt uns in das Jerusalem des achten Jahrhunderts vor Christus. Es ist heiß. Der Sommer hat seine Höhe schon längst überschritten, es geht auf den Herbst zu. Aber am Tage merkt man davon noch nichts. Nur in der Nacht kühlt es jetzt schon so weit ab, dass es wenigstens dann etwas erträglicher ist. Noch warm genug, um nicht zu frieren, aber auch nicht mehr drückend heiß...

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Predigt zur Predigtreihe Elsenztal "Geschwistergeschichten"
28.01.18 - Familie (Markus 3,31-35)
Lehrvikarin Stefanie Ultes, Neckargemünd

Liebe Gemeinde,

Fremdschämen! Kennen Sie dieses Wort? Es ist noch recht neu im deutschen Sprachgebrauch. Erst seit 2009 wird es im Duden aufgeführt. Fremdschämen ist, wenn man sich stellvertretend für andere schämt. Wenn man zum Beispiel deren Auftreten als peinlich empfindet. Experten erklären: „Wir verstehen unter Fremdschämen jedes Gefühl, was jemand empfindet, wenn er oder sie jemanden anderes dabei beobachtet, wie er oder sie eine Norm verletzt.“ Ein Gefühl von Peinlichkeit, obwohl mir eigentlich nichts peinlich sein müsste...

 
 
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Predigt zur Predigtreihe Elsenztal "Geschwistergeschichten der Bibel"
21.01.2018 - Rahel und Lea (1. Mose 29, 1-20)
Pfarrer i.R. Erhard Schulz, Meckesheim

Liebe Gemeinde!

Es begann an einem Brunnen, demselben Brunnen, an dem etwa 2000 Jahr später Jesus einer verachteten lebensdurstigen Frau in Samaria quellfrisches lebendiges Wasser aus Seiner Lebensquelle versprochen hat. Derselbe Brunnen, an dem Jesus bereits das Wort unserer diesjährigen Jahreslosung hätte sprechen können und dem Sinn nach schon vorweggenommen hat: „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“(Offbg.21, 6 b) Mit Brunnengeschichten in der Bibel beginnt Frisches, Neues, ein neuer Lebensabschnitt, an Brunnen beginnen in der Bibel immer wieder Wege zum gelobten Land Gottes, zu seinem Volk. Beginnt hier auch der Weg zu unserem Versöhner und unser aller Erlöser Jesus Christus? Ja, wenn auch lang und mühsam. Zunächst aber könnte eine Liebesgeschichte schöner gar nicht beginnen...

 

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Predigt zur Predigtreihe im Elsenztal „Geschwistergeschichten der Bibel“
14.1.2018 – David und seine Brüder (1.Samuel 16, 1-13)
Pfarrerin Petra Hasenkamp, Neckargemünd Markusgemeinde

Liebe Gemeinde!

„Ich habe heute leider kein Foto für dich!“ –Wer kennt nicht diesen schon fast legendären Ausspruch von Heidi Klum.

„Ich habe heute leider kein Foto für dich“, das bekommen in der Casting-Show „Germanys Next Topmodel“ die Kandidatinnen gesagt, die Runde für Runde ausscheiden müssen. Mit einem Foto von einem Fotoshooting der vergangenen Woche kommen die Mädchen (wie Heidi und die Jury sie immer nennt) nämlich eine Runde weiter. Wer ausscheiden musste auf dem Weg zum großen Ziel, Topmodell des Jahres zu werden, war nicht fotogen genug, konnte nicht gut genug auf dem Catwalk laufen, hat sich blöd angestellt bei einer Challenge, also einer herausfordernden Aufgabe, war zu zickig, zu unprofessionell, nicht schön genug oder oder oder. Es gibt derzeit viele Castingsshows im Fernsehen, und meistens geht es um Aussehen, Talent, Können, Optimierung, auf jeden Fall aber um Siege...

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Jahreslosung 2018
Predigt: Offenbarung 21,6
Pfarrerin Friedericke Brixner, Mauer

Liebe Gemeinde,

vor einigen Jahren in einem Naturreservat in einer Wüste in den USA. Eine kleine Gruppe junger Männer aus Süddeutschland macht eine mehrwöchige Rundreise. „Mitnehmen, was geht“, ist ihr Motto, erlebnishungrig sind sie unterwegs. Sightseeing noch und nöcher haben sie schon hinter sich. Die beste Zeit ist morgens um sieben, wenn die anderen Touristen noch schlafen, haben sie festgestellt. An diesem Tag also ein bisschen Wüste. Die Männer machen sich auf den Weg zum angepeilten schönsten Aussichtspunkt. Und, wer weiß, vielleicht gibt es unterwegs ja sogar ein paar wilde Tiere zu sehen. Der Weg ist länger als gedacht, die Temperaturen steigen. Das bisschen Wasser, das sie mitgenommen hatten, ist schnell aufgebraucht. Keiner kommt auf die Idee, umzukehren. Wie stehen wir denn dann da? Nein, das wird jetzt durchgezogen...

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25.12.2017 / 1. Weihnachtsfeiertag
Predigt: 1. Johannes 3, 1-6
Pfarrer Michael Kreitzscheck, Wilhelmsfeld

Versucht es doch zu fassen,  wie sehr uns Gott geliebt hat! Seine Liebe ist so groß, dass er uns seine Kinder nennt. Und wir sind es wirklich: Gottes Kinder!

Deshalb versteht uns die Welt nicht, weil sie Gott nicht versteht.

Ihr Lieben, wir sind nun Gottes Kinder.  Aber was wir einmal sein werden, ist noch nicht sichtbar. Wir wissen aber: wenn es sichtbar sein wird, werden wir Gott gleichen, denn wir werden ihn sehen, wie er wirklich ist. Alle, die diese Hoffnung auf Gott setzen, reinigen sich, so wie Gott rein ist. Alle, die von Gott entfernt leben, tun ihm Unrecht. Ihr wisst, dass Christus erschienen ist, um die  Trennung aufzuheben, die zwischen Gott und uns war – und er ist Gott unendlich nahe. Alle, die in Jesus Christus bleiben, sind ebenfalls Gott unendlich nah. Alle, die von Gott entfernt leben, haben Jesus nicht gesehen und nicht wirklich verstanden...

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17.12.2017 / 3. Advent
Predigt: Johannes 1, 19 - 23
Pfarrer Michael Kreitzscheck, Wilhelmsfeld

Liebe Gemeinde!

„Ich versichere euch: Der Täufer Johannes ist der Bedeutendste unter allen, die je von einer Frau geboren wurden. Aber der Geringste, der zu Gottes neuer Welt gehört, ist größer als er.“ So hat Jesus über den Mann geurteilt, der im Mittelpunkt des heutigen Predigttextes steht. Die Größe des Täufers rührt daher, dass er der Herold, der Wegbereiter des Messias ist, der Vorläufer Christi. Dadurch wird jedoch zugleich seine Grenze bestimmt. Der Vorläufer ist selbst nur etwas Vorläufiges. Das Endgültige kommt nicht von ihm. Es stammt von woanders her. Darauf kann er nur hinweisen. Er verfügt darüber nicht. So, wie ja auch keiner von uns etwas zu schaffen vermag, das ewige Dauer besitzt...

 
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10.12.2018 / 2. Advent
Predigt: Jesaja 63, 15-16
Pfarrerin Guschi Herion, Eberbach

Advent – eine Bußzeit? Kaum zu glauben, liebe Gemeinde!

Leben wir doch auf den ersten Blick aus dem Füllhorn des Lebens: Weihnachtsmärkte duften ihre Essenzen durch die Stadt: Glühwein, Gewürzstände mit einem Anis…, Kümmel…, Vanille… und Zimtodeur, prägnante, würzige Teesorten aller Art und der nachhaltige, süßliche Geruch von Bienenwachskerzen. Lichterketten formen Sterne über unseren Häuptern. Alles glänzt in der Beschau der Lichter. Ich bin eingehüllt von all diesem Behaglichen. Advent – eine Bußzeit? Kaum zu glauben. Weihnachtsplätzchen, Christstollen, Lebkuchen. Naschen aus dem Füllhorn der Konditoreien oder gar aus der eigenen Küchenwerkstatt...

 
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03.12.2018 / 1. Advent
Lehrvikarin Stephanie Ultes, Markusgemeinde, Neckargemünd

Sie hören: Ich bin noch immer ein bisschen erkältet. Das habe ich mir wahrscheinlich in der Grundschule eingefangen. Vermutlich kennt jeder, der zu Beginn der Erkältungszeit mit einer großen Zahl von Kindern zu tun hat, das Problem: Kaum wird es draußen kalt und nass, kann man auch schon die Taschentücher zücken und das Thermometer bereitlegen.

Doch ich habe mich in der Grundschule noch mit etwas anderem angesteckt. Die Diagnose: Hartnäckige und hochansteckende Weihnachtsfreude! Diese Woche habe ich damit begonnen, die Wohnung weihnachtlich zu dekorieren. Ich habe Kugeln, Figürchen, Windlichter, Spieluhr und Kerzenhalter aus dem Keller geholt. Die Fenster und Fensterbänke geschmückt. Im Wohnzimmer thront der Adventskranz. Ich freue mich schon darauf, heute Abend die erste Kerze zu entzünden. Und natürlich, das darf nie fehlen: Ich habe den Adventskalender pünktlich vor dem ersten Dezember aufgehängt. Alles eine große Freude! Und das, obwohl das adventliche Dekorieren natürlich nicht oder nur schlecht möglich ist, ohne die Wohnung vorher einer ordentlichen Grundreinigung unterzogen zu haben. Auch hier in unserer Kirche geht es rund! Gestern waren einige Frauen aus unserer Gemeinde hier sehr fleißig: Haben Sie beim Hereinkommen schon den Stall entdeckt, der alle Jahre wieder unsere Kirche schmückt? Alles ist bereit! Weihnachten kann kommen...

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20.11.2017 / Vorletzter Sonntag im Kirchenjahr
Predigt: Lukas 16,1-9
Pfarrerin Petra Hasenkamp, Neckargemünd Markusgemeinde

Liebe Gemeinde!

Erlaubt ist, was nützt. Selbst, wenn du deinen Chef betrügst. Am Ende lobt er dich, dass du so schlau gewesen bist. So lässt sich in 3 Sätzen zusammenfassen, was Sie eben gehört haben! Erlaubt ist, was nützt. Selbst, wenn du deinen Chef betrügst. Am Ende lobt er dich, dass du so schlau gewesen bist. Ich gestehe, diese Erzählung aus dem Munde Jesus kann einen schon sprachlos oder fassungslos machen, oder? Es hört sich an wie eine Anleitung zu konsequent eigennützigem, ja sogar kriminellem Verhalten...

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05.11.2017/ 21. Sonntag nach Trinitatis
Predigt: Mattäus 10, 34-39
Pfarrerin Agnes Seyferth, Schönau

Liebe Gemeinde!

Es gibt biblische Texte, die möchte man am liebsten aus der Bibel entfernen. Sie sind so hart und missverständlich, dass man es doch lieber hätte, diese Texte würden nicht in der Bibel stehen. Und ich denke, unser heutiger Bibeltext gehört zu diesen Texten, die uns mehr Bauchschmerzen als Freude bereiten. Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Das klingt ja fast nach christlichen Taliban.  Ist das nicht Wasser auf die Mühlen derer, die der Bibel nicht trauen, Wasser auf die Mühlen derer, die das Christentum immer wieder kritisieren. Es regt sich Unmut in uns, zumindest geht es mir so. Ich werde unruhig, weil hier etwas in einer Weise gesagt wird, die meinen sonstigen Gedanken und meinem Wortschatz  widerspricht. Jesus ist doch so etwas wie der Inbegriff von Frieden, von Liebe, von Achtung des Nächsten. Und von diesem Jesus hören wir nun diese Worte vom Schwert. Oder wenn wir weiterlesen, wird es auch nicht besser. Schließlich sind wir alle in irgendeiner Form in die Familie eingebunden. Ich bin gekommen, die Männer gegen ihre Väter aufzubringen, die Töchter gegen ihre Mütter und die Schwiegertöchter gegen ihre Schwiegermütter. Die ihren Vater oder ihre Mutter mehr lieben als mich, passen nicht zu mir. Fast wage ich zu denken, das klingt arrogant. Was sagen Sie zu solchen Sätzen..

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29.10.2017 / 20. Sonntag nach Trinitatis
Predigt: Markus 2, 23-28
Vikar Thomas Schnücker, Meckesheim / Mönchzell

Wenn es um Regeln, Vorschriften, Gesetze geht, dann gibt es verschiedene Arten, wie Menschen damit umgehen. Die einen halten sich immer und in jeder Situation strickt an alle Vorschriften. Sie geben ihnen Halt.
Sie geben ihnen Sicherheit. Das Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben. Das Gefühl, dass alles in Ordnung ist.  Das ist übrigens typisch deutsch: Zu denken, wenn etwas ordentlich sei, also in Ordnung, dann sei es gleichzeitig auch gut. Ordnung beherrscht das Chaos. Wenn draußen auf dem Busfahrplan steht: Abfahrt Mönchzell, Kirche um 07:47, dann ist die Welt eben nicht in Ordnung, nicht gut, wenn der Bus bereits um 07:45 abgefahren ist, und ich nun allein an der Haltestelle stehe. Und wenn der Bus zwei Minuten zu spät ist, dann ist das irgendwie auch nicht in Ordnung. Ordnung ist das halbe Leben. Wenn sich alle exakt an die Regeln halten, dann funktioniert das Zusammenleben...

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24.09.2017 / Bezirkskirchentag in Eberbach
Predigt: Prälat Prof. Dr. Traugott Schächtele
              "500 Jahre Reformation, ein Segen für die Region"

 

Liebe Gemeinde!

„Evangelisch-Sein ist nichts Besonderes, sondern etwas Bestimmtes.“ Von Richard Schröder stammt dieser Satz, Theologe, Philosoph, zeitweise auch Politiker. „Evangelisch-Sein ist nichts Besonderes, sondern etwas Bestimmtes.“ Das Thema des Evangelisch-Seins ist uns ans Herz gelegt in diesem Jahr - 500 Jahre nachdem Martin Luther seine Thesen veröffentlicht und gewissermaßen den Startschuss gegeben hat für das Evangelisch-Sein...

 

03.09.2017 / 12. Sonntag nach Trinitatis
Predigt: Galater 5, 1- 15 / Zur Freiheit hat uns Christus befreit
Dekan Ekkehard Leytz

Liebe Schwestern und Brüder,

herzlichen Dank für die Einladung, heute hier bei Ihnen in diesem Ökumenischen Gottesdienst zur Kerwe mitwirken zu dürfen. Und herzliche Grüße von Ihrem evang. Pfarrer Samuel Goerke, der sich gerade am anderen Ende der Welt aufhält. Ich habe Sie, lieber Pfarrer Löffler, gefragt, worüber ich predigen sollte. Sie haben mir geantwortet: Der Prediger ist frei in der Wahl des Bibeltextes und des Predigtthemas. Das ist eine gute Idee, habe ich gedacht. Ich bin so frei, und predige über die Freiheit. Das passt zur Kerwe. Da nehmen wir uns nicht nur die Freiheit zu feiern. Auch der Kerwe-Prediger ist so frei, die Absonderlichkeiten des Dorfgeschehens des vergangenen Jahres aufzudecken. Das passt zum Jubiläumsjahr der Reformation, wo einer sich die Freiheit nahm, auf Missstände in der Kirche hinzuweisen und nach Möglichkeiten suchte, die Kirche zu reformieren, zu erneuern.

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18.06.2017 / 1. Sonntag nach Trinitatis
Predigt: Johannes 5, 39-47
Pfarrerin Friedericke Brixner

Liebe Gemeinde,

rechtzeitig zum Reformationsjubiläum ist es geschafft: Im Museum einer Kleinstadt kann die Gutenberg-Bibel, die hier einmal entdeckt wurde, wieder ausgestellt werden. Die Lokalzeitung schreibt: „Jetzt ist die Bibel da, wo sie hingehört.“ Die Bibel liegt in einer Vitrine aus Panzerglas, gesichert durch Sensoren und Kameras. Die Bibel als  Austellungsgegenstand – ein Stück Kultur- und Religionsgeschichte. Sie liegt dort in einem gläsernen Sarg, wohltemperiert, bei kontrollierter Luftfeuchtigkeit. Sie ist aufgeschlagen, aber es ist fast unmöglich, sie zu lesen. Sie ist geschützt vor Schmutz, vor Eselsohren, geschützt vor unserem Zugriff. Niemand kann sie berühren und die Frage ist: Berührt sie uns? Und: wie wäre es, wenn man sie in die Hand nehmen könnte? Wäre das anders, als sie im gläsernen Sarg zu betrachten...

 

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11.06.2017 / Trinitatis
Predigt: Jesaja 6, 1-13
Pfarrerin Petra Hasenkamp, Neckargemünd

Liebe Gemeinde!

Vor fast 3.000 Jahren lebte ein Mann in Jerusalem, den wir heute den Propheten Jesaja nennen. Ein ganzes Buch ist in der Bibel nach ihm benannt. Stellen wir uns vor, wir könnten dabei sein, wie Jesaja aus seinem Leben erzählt. Stellen wir uns vor, wir könnten mit ihm vor einem Kaffeehaus in Jerusalem sitzen, aus dem Musik kommt, und ihm zuhören...

 

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04.06.2017 / Pfingstsonntag
Predigt:Johannes 16, 5 - 15
Pfarrer Johannes Beisel, Gauangelloch

Liebe Gemeinde, wir feiern heute (und morgen) das Pfingstfest.

Pfingsten - da heißt es erst einmal: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!
Alles Gute zum Geburtstag, liebe Kirche! Schön, dass es dich gibt!
Herzlichen Glückwunsch uns selbst – sofern wir uns zur Kirche Jesu Christi gehörig fühlen. Herzlichen Glückwunsch – du darfst leben, wir dürfen leben aus und im Geist der Wahrheit und der Freiheit. Wir dürfen leben als von Gott geliebte und begeisterte Menschen. Wir dürfen leben im Licht: Lieben – Loben – Lachen.
Herzlichen Glückwunsch uns allen! Damit könnte meine Predigt nun auch schon zu Ende sein, liebe Gemeinde...

 

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21.05.2017 / Rogate
Predigt: Lukas 11, 5-13
Dekan Ekkehard Leytz und Bezirkskirchenrätin Ingrid Eilers, Eberbach

Den Predigttext für den heutigen Sonntag Rogate haben wir zur Lesung schon gehört. Es geht um das Gleichnis vom bittenden Freund. Wie es so seine Art ist, unterstreicht und verdeutlicht Jesus das, was er zuvor gesagt hat, mit einer bildhaften Erzählung aus dem Alltag. Heute würde man sagen, er holt die Menschen ab in ihrer Lebenswelt. Viele von ihnen kennen die Situation: Es kommt unerwartet Besuch und man hat gerade nichts im Haus. Haben Sie Nachbarn, zu denen Sie dann einfach gehen und um Brot, Butter, Aufschnitt und eine Flasche Wein bitten könnten? Mitten in der Nacht? Wenn auch die Tankstelle als letzte Möglichkeit schon geschlossen hat...

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07.05.2017 / Jubilate
Predigt: Joh.16,16.20-22
Pfarrer Michael Kreitzscheck, Wilhelmsfeld

Liebe Gemeinde,

wenn es doch ein Wiedersehen geben würde, so seufzt so mancher am Grab beim Abschiednehmen und blickt traurig zurück auf das Vergangene. Und dieser Gedanke ist ja gar nicht so abwegig. So manche von den Menschen, die Nahtod-Erfahrungen gemacht haben, berichten, dass sie an der Todesschwelle bereits erwartet wurden: von ihren Angehörigen, Vater, Mutter oder Großmutter, die ihnen bereits vorausgegangen sind. Man mag von diesen Nahtod-Erfahrungen halten, was man will, aber wenn es einen Punkt gibt, der in unserer christlichen Hoffnung auf das ewige Leben zu kurz zu kommen scheint, dann ist es genau dieser Punkt:es wird zwar davon geredet, bei Christus zu sein. Aber ein ewiges Leben ist eigentlich ohne eine Umwelt, ohne die anderen, die mit uns gelebt haben, kaum denkbar...

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30.04.2017 / Miserikordias Domini
Predigt: Hes. 34, 1-2. 10-16 + 31
Pfarrerin Friedericke Brixner, Mauer

Liebe Gemeinde,

ein langer, ovaler Tisch. Schmale Gläser, Wasser mit oder ohne Kohlensäure. Diesmal keine Dekoration. Angespannte Gesichter über modischen Krawatten. Schwarze Lederschuhe. Der Beamer wirft Graphiken an die Wand: Rote Zahlen. Blicke wandern, die Konsequenz ist klar: Insolvenz. Die Herren mit den Krawatten fahren sich über Hals und Nacken, versuchen die Schuld von sich zu weisen. „Ich kann mir das gar nicht erklären“, „Die hohen Personalkosten“, „Wir sind im Stich gelassen worden.“ Die Antwort der anwesenden Presse ist hart, aber klar: „Ihr habt verpasst zu investieren.“ Das Spiel ist aus. Ein Insolvenzverwalter wird die Geschäfte übernehmen und das Verbliebene ordnen. Dann ist noch die Frage, ob verkauft wird oder ganz aufgegeben...

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02.04.2017 / Judica
Predigt: 1. Mose 22, 1-13
Pfarrerin Guschi Herion, Aglasterhausen

Irgendwie freue ich mich schon auf Ostern. Ich auch. Augenblick mal! Noch ist Fastenzeit. Sieben Wochen ohne Sofort, liebe Gemeinde! Das spricht mich an. Aber leider habe ich die Passionszeit ganz anders erlebt. Ein rasendes Sofort wirbelte durch die Gassen, das übliche Gehetze hat die Leute vor sich her getrieben. Atemlos! Zuweilen schutzlos! Ich frage mich: Ob der ganze Wirbel einen Sinn macht? Auferstehung! Atem holen! Da ist einer tot - gewesen. Atempause. Das passiert uns allen! Dass wir sterben. Das Grab ist leer. Da schaut hin und seht! Unglaublich. Ich glaube an die Auferstehung. Noch nicht immer. Erst seit ich als junge Mutter schwer erkrankt bin und der Tod mir ins Fenster geschaut hat: Ich habe ihm zugewinkt und gesagt: Geh fort! Ich will noch leben! Und er ging fort. Ich durfte leben. Das ist die Spur, der ich folge, seitdem. Kannst du mich mitnehmen auf diese Spur ins Leben?Bei mir gibt es harte Lebensknoten. Ungelöst. Verknotet: Tod, Krankheit, Ehekrise. Stell dir ein Seil vor. Ineinander verschlungen. Es erbarmt sich nicht, von mir gelöst zu werden. Erzähle mir was von deinem Gott! Spurensuche in meinem knotigen Leben...

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26.03.2017 / Lätare
Predigt: Johannes 12, 20 -26
Dekan Ekkehard Leytz, Eberbach

 

Liebe Gemeinde,

das Bild vom Weizenkorn spricht mich am meisten an in diesem Predigttext. Es ist ein Bild für verborgene Kraft, neu aufkeimende Hoffnung, fruchtbares Leben. Wir sehnen uns nach solch kraftvollem Leben, das mehr ist als Aufstehen und aus dem Haus gehen, Arbeit und Vergnügen, Ausruhen und Einschlafen. Nicht nur die Eintönigkeit oder Hektik des Alltags. Sondern Leben, das Sinn macht und Frucht bringt...

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19.03.2017 / Okuli
Predigt: Markus 1, 1-12
Lehrvikarin Stefanie Ultes, Neckargemünd

Liebe Gemeinde,

ich weiß nicht, was Ihnen durch den Kopf geht, wenn Sie mit diesem Predigttext konfrontiert werden. Ich sage bewusst „konfrontiert“, denn ihn einfach nur zu hören und abperlen zu lassen, stelle ich mir schwierig vor. Das erste Gefühl, dass sich bei mir einstellt, ist ein Gefühl des „Ertappt-Seins“. Im nächsten Moment auch ein bisschen Verärgerung. Warum ist das bloß so? Warum kann ich den Text nicht einfach hören, mich darüber freuen, dass es solch selbstlose Menschen gibt, und anerkennen, dass sie besonderes Lob verdient haben – und es damit gut sein lassen?!

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19.02.2017 / Sexagesimä
Predigt: Markus 1, 35-38
Pfarrer Klaus Zimmermann, Bammental

Den Tag beginnen – den Tag beenden

Luthers Morgen- und Abendsegen

„Und am Morgen, noch vor Tage, stand Jesus auf und ging hinaus. Und er ging an eine einsame Stätte und betete dort. Und Simon und die bei ihm waren, eilten ihm nach. Und da sie ihn fanden, sprachen sie zu ihm: Jedermann sucht dich. Und er sprach zu ihnen: Lasst uns anderswohin gehen, in die nächsten Orte, dass ich auch dort predige; denn dazu bin ich gekommen.“ ( Markus 1,35-38 )So erzählt Markus in seinem Evangelium. Noch vor Sonnenaufgang steht Jesus auf, zieht sich an einen einsamen Ort zurück und betet. Bevor ein neuer Tag beginnt mit all seinen Pflichten, Begegnungen, Gesprächen und Herausforderungen sucht er die Stille und betet. Im Gespräch mit Gott klärt sich für ihn, was jetzt dran ist.
So beginnt Jesus seinen Tag. Wie beginnen wir unseren Tag?
Wir könnten einander erzählen und würden staunen, wie viele Möglichkeiten es gibt, den Tag zu beginnen. Die einen machen Gymnastik, die anderen brauchen relativ schnell einen Kaffee. Wieder andere genießen es zu duschen und lassen sich Zeit im Bad, und dann gibt es noch diejenigen, die sich schnell die Kleider überziehen,  beim Verlassen der Wohnung noch einen Apfel schnappen und zur S-Bahn Haltestelle springen. Wie beginnen wir unseren Tag? Jesus beginnt seinen Tag, in dem er betet.
Hat das Gebet für uns, wenn der Tag beginnt, einen Stellenwert?...

 
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12.02.2017 / Septuagesimä
Predigt: Lukas 17, 7-10
Pfarrer Michael Kreitzscheck, Wilhelmsfeld

Liebe Gemeinde,

ist das noch der Jesus, den ich kennen und lieben gelernt habe? Dessen Kommen mit der Verheißung verbunden ist, „dass die Gewaltigen vom Thron gestürzt und die Niedrigen erhoben werden, die Hungrigen mit Gütern gefüllt werden und die Reichen leer ausgehen“? (Lukas 1, 52+53) Der Jesus, den gerade Lukas in besonderer Weise als Freund der Armen und Kleinen vorstellt? Wie kann der hier eine Wirklichkeit beschreiben, in der Menschenwürde und Menschenrecht ein Fremdwort sind? -

 

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Predigtreihe Elsenztal Februar 2017
Predigt: Frohe Botschaft - Was gibts denn da zu lachen?
Pfarrer Johannes Beisel, Gauangelloch

Liebe Gemeinde,

„Frohe Botschaft – Was gibt’s denn da zu lachen?“ so habe ich meine Predigt überschrieben, mit der ich Sie nun auf mindestens einen der wertvollen Schätze - Entdeckungen, Wiederentdeckungen - der Reformation aufmerksam machen möchte. Hinter den beiden deutschen Wörtern „frohe Botschaft“ steckt das griechische Wort „euanggelion“, - Evangelium, - gute frohe Botschaft - vor allem die gute frohe Botschaft, die uns von Jesus Christus aus dem Neuen Testament durch die Bibel zugetragen wird. Die dann von mir angefügte, vielleicht etwas flapsigspaßige Formulierung „Was gibt’s denn da zu lachen?“..

 
 
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22.01.2017 / 3. Sonntag nach Ephianias
Predigt: Joh. 4, 46-54
Dekan Ekkehard Leytz, Eberbach

Liebe Schwestern und Brüder,

manchmal hilft nur noch ein Wunder: Wenn Geschwister sich nach dem Tod der Eltern um das Erbe zerstritten haben. Wenn ein Kind im Zorn das Haus verlässt und Monate lang nichts von sich hören lässt. Wenn die Diagnose Krebs heißt – und sich die statistischen Heilungschancen im einstelligen Prozentbereich bewegen. Und manchmal geschehen solche Wunder: Geben sich zerstrittene Familien sich die Hand. Kehrt ein verloren geglaubter Sohn oder eine verloren geglaubte Tochter heim und knüpft eine neue Beziehung zu ihren Eltern. Verschwindet ein Karzinom – mit oder ohne Bestrahlung und lässt sich über Jahre hinweg nicht mehr sehen...

   

Quelle: Dekan Ekkehard Leytz

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18.12.2016 / 4. Advent
Predigt: Lukas 1, 67-79
Pfarrer Klaus Zimmermann, Bammental

Licht aus der Höhe

In diesen Wochen im Advent zünden wir gerne Kerzen an. Ein schöner Brauch und doch mehr als nur ein Brauch. Jede Kerze ist wie ein Protest gegen die andrängende Dunkelheit. Nein, das Dunkle soll nicht das letzte Wort haben. Advent lehrt uns Warten auf das Licht, das verheißen ist. Licht von Gott, das die Dunkelheit vertreibt, das Dunkel der Seele, das Dunkel todbringender Verhältnisse.
In Aleppo warten sie auf Licht. Christen und Christinnen, die in Syrien  zurückkehren in ihre Dörfer, warten in ihren zerstörten Kirchen auf das Licht eines neuen Tages, einer neuen Zeit.
Wird es aufgehen, dieses Licht wie der Morgenstern nach einer langen, nicht enden wollenden  Nacht aufleuchtet und von einem neuen Morgen kündet?
Die Skepsis sagt: es lohnt nicht zu warten...
 
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11.12.2016 / 3. Advent
Predigt: Lukas 3, 1-14
Pfarrer Michael Kreitzscheck, Wilhelmsfeld

Liebe Gemeinde,

lassen Sie uns einen Sprung machen, weg aus der warmen Kirche, weg von den Adventskerzen, weg vom Winterwetter hin an das Ufer des Jordans, in die heiße Wüste.

Wir reihen uns ein in die Menschenmenge, die hier über Stock und Stein zieht. Wir hören den Namen Johannes fallen, der Täufer. Wir hören die Worte Sündenvergebung, Reinwaschung, neues Leben, Gott, Hoffnung. Die Menge ist erwartungsvoll. Die Menge stockt, sie ist schon nahe am Ufer angelangt. Alle bleiben stehen. Da ist er. Der Mann, der Johannes heißt, er redet zu den Menschen. Sie hängen an seinen Lippen. Aber was ist das nun? Er fängt an zu schimpfen, zu zetern voller Zorn, voller Empörung, voller Drohungen: „Schlangenbrut! Was bildet ihr euch ein,...

 
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27.11.2016 / 1. Advent
Predigt: 3. Mose 19,8
Pfarrerin Anja Kaltenbacher, Eberbach-Nord

Liebe Gemeinde,

seid niemandem etwas schuldig, außer dass ihr euch untereinander liebt; denn wer den andern liebt, der hat das Gesetz erfüllt. Denn was da gesagt ist (2. Mose 20,13-17): »Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht begehren«, und was da sonst an Geboten ist, das wird in diesem Wort zusammengefasst (3. Mose 19,18): »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.« Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung. Diese Worte schreibt der Apostel Paulus im Jahre 56 an die christliche Gemeinde in Rom. Anders als die vielen anderen Gemeinden, hat er diese nicht selbst gegründet - das Christentum ist vielmehr mit aller Wahrscheinlichkeit über die üblichen Handelswege in die Hauptstadt des Römischen Reiches gekommen...

 
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20.11.2016 / Ewigkeitssonntag
Predigt: Offenbarung 21, 1-7
Pfarrerin Friedericke Brixner, Mauer

Liebe Gemeinde, liebe Angehörige,

wir gedenken heute unserer Toten, vor allem denjenigen, die in diesem Kirchenjahr verstorben sind. Und wir werden nachher alle ihre Namen hören. Manche hätten noch gerne gelebt, für andere war der Tod eine Erlösung von Schmerz und Krankheit. Manche sind alleine gestorben, andere eingebettet in den Kreis der Familie. Für wieder andere kam der Tod ganz plötzlich und überraschend, er ließ keine Zeit zum Abschiednehmen. Unser Leben ist endlich und begrenzt. Nie wird uns das so schmerzhaft bewusst wie beim Tod eines lieben Menschen. Wir erleben den Tod als unwiderruflich und endgültig. „Mit dem Tod ist sowieso alles zuende!“ So denken viele Menschen...

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13.11.2016 / Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres
Predigt: Römer 8, 18 -23
Pfarrerin Wiltrud Schröder-Ender, Meckesheim

Liebe Gemeinde,

früher standen sie auf den Ladentischen der kleinen Geschäfte in unseren Dörfern und Städten, z.B. bei meinen Urgoßeltern, die ein Milch- und Käsegeschäft in Mann­heim hatten. Auch ich hatte als Kind eine in meinem Kaufladen - eine Waage nämlich. So ein Modell, bei dem man 2 Waagschalen hat. Das, was man kaufte, wurde in die eine Waagschale gelegt und in die andere kamen die Ge-wichte. Es wurde immer genau ausgewogen mit kleinen und größeren Gewichten. Man musste ein bisschen herumprobieren und erst wenn das Gewicht klar war, konnte man auch den Preis bestimmen. 1 kg Zucker oder Mehl, oder Äpfel...Der Predigttext für heute hat mich an an dieses Modell des Abwiegens erinnert. Der Apostel Paulus wägt in diesem Abschnitt im Römerbrief die Zeit des Leids, was in der Welt geschieht,  in der einen Waagschale und die Zeit der Herrlichkeit, was der Existenz der Welt folgen wird, in der anderen Waagschale ab...

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06.11.2016 / Drittletzter Sonntag des Kirchenjahres
Predigt: Römer 14, 7-9
Pfarrer Johannes Beisel, Gauangelloch

Liebe Gemeinde,

„Eigentum verpflichtet“ – so heißt es in Artikel 14, Absatz 2 unseres Grundgesetzes, und dann weiter „Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“ Mit "Eigentum verpflichtet" ist da vieles in den Blick genommen - u.a. die soziale Verantwortung der Eigentümer von Häusern und Firmen, aber auch sehr wohlhabenden und reichen Privatpersonen. – "Eigentum verpflichtet" wurde 1949 im Geist der Solidargemeinschaft aller im Staat lebenden Menschen im Grundgesetz festgeschrieben. Leider ist dieser Gedanke weitgehend verlorengegangen. So sollten z.B. Wohnhäuser nicht leer stehen oder für den Neubau von Bürohäusern...                                      

   

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22.10.2016 / 22. Sonntag nach Trinitatis
Predigt: Phil. 1, 3-11
Pfarrer Samuel Goerke, Neunkirchen

Liebe Gemeinde!

Als Paulus diesen Brief an die Gemeinde in Philippi geschrieben hat, saß er im Gefängnis. Doch in dem Brief und auch in unserem Abschnitt heute ist nichts von Schwermut, Trostlosigkeit oder Resignation zu lesen. Nein Paulus schreibt von Dank und von Freude gegenüber Gott, wenn er an die junge Gemeinde in Philippi denkt.

Dieser kurze Abschnitt zeigt, wie eng verbunden Paulus mit dieser Gemeinde ist. „Ich danke meinem Gott jedes Mal, wenn ich an euch denke“ schreibt er. „Ich kann voller Freude beten…“ und schließlich sogar: „Denn ich habe euch ins Herz geschlossen!“...
 
     
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16.10.2016/ 21. Sonntag nach Trinitatis
Predigt: Eph. 6, 10-17
Dekan Ekkehard Leytz

Liebe Mitchristen,

„Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.“ Woran denken Sie, wenn Sie vom „Bösen“ hören? An Nachrichten von geplanten erfolgten Terroranschlägen, an Kindesmissbrauch, an die gnadenlose Bombardierung ganzer Städte, an die Zerstörung der Natur? Oder denken Sie an Krimis, die unsere Fernsehprogramme überschwemmen. An den Kampf der Gute gegen die Bösen, ebenso wie in vielen Video-Spielen. Oder an „Die Dämonen“ von Dostojewski oder die große Fantasie-Romane wie Tolkiens Herr der Ringe, bzw. die zahlreichen Filme, die uns das Böse plastisch vor Augen führen...

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09.10.2016 / 20. Sonntag nach Trinitatis
Predigt: Lukas 10, 38-42
Pfarrerin Agnes Seyferth, Schönau

Als Studentin hat mich eine Geschichte in der Bibel ganz besonders fasziniert.
Es ist die Geschichte von Maria und Marta.Wir sehen Marta geradezu vor uns, wie sie Gemüse putzt, so schnell es geht, zwischendrin immer wieder ein weiteres Fladenbrot rechtzeitig wendet, damit es nicht anbrennt. Außerdem schmort sie Fleisch und holt Wein herbei. Doch damit nicht genug: Immer wieder lässt sie sich auch bei den Gästen blicken, hört mal einen Augenblick zu, um bald schon wieder in der Küche zu verschwinden. Während Marta sich mit allergrößter Anstrengung um die rasche Zubereitung eines Festmahles bemüht, haben die Gäste längst wie üblich auf dem Boden Platz genommen, vielleicht auf dem Flachdach des Hauses, wo man am Abend froh über ein frisches Lüftchen ist.Jesus nutzt die Gelegenheit...
 
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26.06.2016 / 5. Sonntag nach Trinitatis
Predigt: 1. Kor. 1, 18-25
Pfarrer Dekan Ekkehard Leytz, Eberbach

Liebe Gemeinde,

Großbritannien verlässt die EU. Das war die Top-Meldung am Freitag, als ich mich an die Predigt machte. Genug von der großen Idee eines vereinten Europas, genug von dem ständigen Zwang, sich einigen zu müssen, genug davon, vermeintlich schwächere Mitglieder mittragen zu müssen. Dafür genügend Angst, die Grenzen nicht ausreichend dicht zu bekommen. Und die Hoffnung, endlich alles selbst bestimmen zu können, heraus aus einer Komplexität, die immer schwieriger zu verstehen ist. Einfache Lösungen finden. Selbstbewusstsein tanken. Sich stark fühlen dürfen. Das waren, wenn ich recht verstanden habe, zumindest einige der Gründe, die eine knappe Mehrheit der Menschen in Großbritannien bewogen, für den „Brexit“ zu stimmen. Nein ich werde jetzt nicht für oder gegen den Brexit predigen. Aber ich höre und lese, was Menschen umtreibt und verunsichert, die meinen, nicht gehört zu werden...

                                                                                                    
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19.06.2016 / 4. Sonntag nach Trinitatis
Predigt: Römer 14, 10-13
Pfarrer Johannes Beisel, Gauangelloch

Liebe Gemeinde
wie ist das- kennen Sie das auch- dass es Menschen gibt, in deren Gegenwart fühlt man sich einfach wohl, - Menschen, die einem einfach gut tun, bei denen man sich gut aufgehoben fühlt? Haben Sie sich schon einmal gefragt, woran das wohl liegen könnte, was die besonderen Qualitäten dieser Menschen sind, was sie anderen wohl voraus haben, was sie von anderen unterscheidet?...
 
 
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13.06.2016 / 3. Sonntag nach Trinitatis
Predigt: 1. Tim.1, 12-17
Pfarrer Michael Kreitzscheck, Wilhelmsfeld

Liebe Gemeinde!

"In welch ruhigen Bahnen ist doch dein Leben verlaufen", das ist mein erster Gedanke. Hineingeboren in eine doch immerhin christlich geprägte Welt;  als Kleinkind getauft; aufgewachsen in fast selbstverständlicher Nähe zur Gemeinde, die für mich zum alternativen Lebensraum wurde, engagiert in der Kinder-und Jugendarbeit; dem Pfarrer bzw. Pastor fast in einer Sohnesbeziehung verbunden; Studium und kirchliche Ausbildung; für "stark" genug befunden von den Prüfungskommissionen; auch wohl "für treu erachtet" ,...
 
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Quelle: Pfarrer Michael Kreitzscheck

 
 

05.06.2016 / 2. Sonntag nach Trinitatis
Predigt:  Eph. 2, 17-22
Pfarrer Ulrich Weindel, Wiesenbach

Liebe Gemeinde,

gestern hatte ich Abi-Treffen. 30 Jahre ist es nun schon her, dass wir gemeinsam auf der Schule waren, miteinander gelernt haben, genauso erste Lieben und erste Leiden erlebt haben wie auch eine unbeschwerte Zeit, den sprichwörtlich letzten unbeschwerten Sommer. Freunde fürs Leben waren wir, und wir konnten uns nicht vorstellen, dass alle einmal eigene Wege gehen würden.

Ich habe gestern nach Jahren das erste Mal alte Freunde wieder getroffen, die ich damals tagtäglich gesehen habe. Und alle haben wir uns verändert. Na ja, vielleicht nicht alle und nicht so ganz. Denn eines war gestern scheinbar so wie schon immer: Da gab es die Coolen, die sich trauen, auch den größten Blödsinn zu machen, die im Mittelpunkt stehen, zu denen jeder dazu gehören will. Und da gab es die anderen, die am Rand stehen, die zuschauen und staunen, die auch dazu gehören wollen, vielleicht auch mal so viel Mut haben wollen, dass sie über ihren Schatten springen können und im Mittelpunkt stehen...

Quelle: Pfarrer Weindel

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15.05.2016 / Pfingstsonntag
Predigt Apg. 2, 1-18
Pfarrerin Petra Hasenkamp, Neckargemünd

Liebe Gemeinde,

wenn Sie Ostern hier im Gottesdienst waren, haben Sie von der Osterumfrage gehört, deren Ergebnisse ich in der Predigt erzählt hatte: nämlich wie viele Menschen nicht wissen, was wir Ostern feiern. Sie ahnen es schon! – Mit Pfingsten ist das Ergebnis noch erschreckender. Auf You tube im Internet kann man eine Konfirmandengruppe begleiten, die Menschen in einer Fußgängerzone in Homburg  interviewt haben  und fragten: Was ist an Pfingsten passiert? Die meisten waren sich einig bei der Antwort: „Keine Ahnung!“ oder „da muss ich passen“. Man konnte auch hören „weiß ich nicht, ich bin kein Christ“ oder ein Mädchen zur Freundin: „Du musst das wissen, du hast Konfirmation gehabt“. ..

 

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08.05.2016 / Exaudi
Predigt Eph. 3,14 - 21
Pfarrer Werner Weiland, Schönau

Liebe Gemeinde,

früher hat man Kinder mit dem Satz geködert: „Wenn du viel Spinat isst, wirst du groß und stark.“ Spinat enthält angeblich viel Eisen, und Eisen braucht der Körper.  Spinat aber gehört – aus welchen Gründen auch immer – selten zum Lieblingsessen von Kindern. Groß und stark jedoch wollen alle werden. Und so hat  man sich halt in sein Schicksal gefügt und den grünen Brei gegessen. Später hat man dann kapiert, dass schiere Körpergröße und eine imposante Muskelmasse im Leben selten weiterhelfen, es sei denn, man wird Bodybuilder oder Türsteher in der Disco. Wir lernten, dass es auf andere Qualitäten ankommt. Der Mensch kann nicht auf sein Äußeres reduziert werden. Es gibt auch so etwas wie den „inwendigen Menschen“. Und echte Stärke zeigt sich am inwendigen Menschen. Ich möchte es an einem sehr starken Beispiel deutlich machen und wähle heute am Muttertag eine Frau als Beispiel:

Durch Schönau führt bekanntlich der Hugenotten-Waldenser-Pfad. Ein Wanderweg, den wir als Gemeindegruppe vor einigen Jahren einen Abschnitt lang miteinander gegangen sind...
 
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01.05.2016 / Rogate
Predigt 1. Tim. 2, 1-6
Pfarrerin Friedericke Brixner

Liebe Gemeinde,

vor einiger Zeit las ich einen Satz: „Überlege gut, bevor du betest. Gott könnte deine Bitte erfüllen!“

„Überlege gut, bevor du betest. Gott könnte deine Bitte erfüllen!“

Der Satz hat mich erinnert an Märchen, in denen jemand Wünsche frei hat und sich damit genau das Falsche wünscht, nämlich lauter Dinge,
die ihn auch nicht glücklicher machen. Wie das Märchen „Vom Fischer und seiner Frau“.Die Frau wünscht sich zuerst ein kleines Haus,
dann ein Schloss, dann will sie Königin werden, schließlich Kaiserin und Papst...

 

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27.03.2016 / Ostersonntag
Predigt 1. Kor. 15, 1-11
Pfarrer Johannes Beisel

Liebe Gemeinde!

Kann uns das beeindrucken, liebe Gemeinde, wie Paulus da argumentiert? Bringen die 512 Zeugen etwas, die Paulus da aufführt - die 12 Jünger, die Jesus gesehen haben, die 500, denen Jesus offenbar bei einer entsprechend großen Versammlung erschien. Für uns ist das jedenfalls alles reichlich weit weg - lange her. Wir kennen die Zeugen nicht, die da aufgeführt werden. Wir können nicht beurteilen, wie vertrauenswürdig sie sind. Am ehesten können wir etwas mit Paulus als Zeugen der Auferstehung Jesu anfangen - dem 513. Zeugen, wenn Sie so wollen. Denn zu Paulus haben wir noch am ehesten einen Bezug durch die relativ vielen Briefe, die er uns hinterlassen hat. Paulus ist uns einigermaßen bekannt durch das, was wir von ihm lesen können - durch Abschnitte seiner Briefe, von denen viele ja auch immer mal wieder als Schriftlesung oder Predigttext in unseren Gottesdiensten vorkommen. Eine gewisse Glaubwürdigkeit kommt ihm wohl auch aufgrund seiner persönlichen Entwicklung zu - aufgrund seiner Bekehrung. Gerade er, der früher einmal eifrig und aus Überzeugung die frühen Christen verfolgte, ist zu einem der wichtigsten Vertreter des Christentums geworden. Hinter dieser Wende muss eine tiefgreifende Veränderung seiner Wahrnehmung der Wirklichkeit stehen....

 
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25.03.2016/ Karfreitag
Predigt 2. Kor. 5, 19-21
Pfarrer Ulrich Weindel, Wiesenbach

Liebe Gemeinde,

immer wieder treffe ich Menschen, die sich gerade mit dem Karfreitag schwer tun. Eine Frau hat es ziemlich gut auf den Punkt gebracht und gesagt: „Ich kann gar nicht verstehen, warum Gott zugelassen hat, dass sein Sohn am Kreuz sterben musste. So ein schrecklicher Tod! An so einen Gott will ich eigentlich gar nicht glauben!“ Warum können wir also nicht einfach Karfreitag überspringen und gleich Ostern feiern? Der Apostel Paulus nennt einen guten Grund dafür. Im zweiten Brief an die Gemeinde in Korinth schreibt er folgendes:...

 

 
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06.03.2016/ Lätare
Predigt 2. Kor. 1, 3-7
Pfarrerin Friedericke Brixner

Liebe Gemeinde,

Wie können wir heute, an diesem Sonntag Lätare, über Trübsal und Trost sprechen, von den Leiden Christi und unseren Bedrängnissen, ohne an Zäune und Tränengas,
ohne an Schlauchboote und Schlepper zu denken? Was sind unsere Sorgen um die Zukunft angesichts der Not der Flüchtlinge an den Grenzen Europas? Was ist unsere Not in diesen Tagen? Unsere Not heißt Angst: Angst vor der Zukunft, Angst vor dem Fremden allgemein. Angst davor, etwas von unserem Wohlstand einzubüßen. Diese Ängste kennen wir wohl alle. Und doch ist auch eines klar: Sobald sich hinter „den Flüchtlingen“ ein Gesicht zeigt, sobald wir jemanden kennenlernen, der oder die in unserem Land Schutz sucht, ein Mensch mit einem Namen, dann verschwindet auch die Angst.....

                                                            

Quelle: Pfarrerin Friedericke Brixner

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14.02.2016 / Invokavit
Predigt Hebr. 4, 14-16
Pfarrer Werner Weiland, Schönau

 

Liebe Gemeinde,

vorhin haben wir den kleinen Noah getauft. Hinter diesem Namen – Noah – steckt, wie die Bibelleser wissen, eine spannende Geschichte. Noah hat vermutlich in Armenien gelebt im Osten der heutigen Türkei. Vom nächsten Meer mindestens so weit weg, wie Schönau von der Nordsee. Und – so ist nachzulesen – er war ein frommer Mensch und lebte ohne Tadel. Sein Vertrauen zu Gott wurde aber mehrfach auf eine harte Probe gestellt. Es fing damit an, dass Gott ihm den Befehl gab, eine Arche zu bauen, also ein großes Schiff aus Holz, aber ohne Segel und Ruder. Eine Arche, mitten im Land, was soll das denn? Es komme eine große Flut, so sagte ihm Gott, die das ganze Land mit Wasser bedecken würde, und deshalb solle er, Noah, mit den Seinen und vielen Tieren, in dieser Arche Zuflucht finden. Ich stelle mir das ganze Unternehmen schwierig vor....

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07.02.2016 / Estomihi
Predigt in Reimen / 1. Kor. 13, 1-13
Pfarrer Thomas Lehmkühler, Neckargemünd Arche

Liebe Schwestern und Brüder!

Landauf, landab zur Faschingszeit
ein mancher Narr steigt in die Bütt
und teilt zu unsrer Heiterkeit
manch einen Schwank in Reimen mit.

Wenn das ein Büttenredner kann,
mit links sogar es fast erledigt,
dann steht mir das nicht schlechter an:
drum reim ich heute mal die Predigt.

Denn nirgendwo steht es geschrieben,
dass Reden über Gottes Wort,
wenn sie nicht reine Prosa blieben,
den Geist des Glaubens jagten fort.

Der Predigttext ist selbst ein Lied,
das Paulus auf die Liebe singt.
Unpassendes wohl nicht geschieht,
wenn jetzt im Reim die Predigt klingt.....

   

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31.01.2015 / Sexagesimä
Predigt Hebr. 4, 12 + 13
Pfarrer Ulrich Weindel, Wiesenbach

Liebe Gemeinde,

gestern war der letzte Seminartag unserer Konfirmanden. Thema waren die 10 Gebote. Zum Einstieg in den Tag habe ich einen Versuch mit den Konfirmanden gemacht. Ich habe einen Parcours aus Stühlen aufgebaut, der durchlaufen werden sollte. Aber es sollte auch Regeln geben, die ich symbolisch mit einem Seil darstellte. Zuerst habe ich einen Konfirmand mit diesem Seil an einen Stuhl gefesselt. Das ist zwar gemein, aber wirkungsvoll! Natürlich konnte Lars, er war der Freiwillige oder besser: ihn hatte es getroffen, den Parcours nicht durchlaufen, noch nicht einmal aufstehen. Dann habe ich die Bedingungen erschwert: Lars sollte die  Augen schließen und so um die Hindernisse herumgehen. Das Seil diente jetzt aber sozusagen als Leitschnur, an der er am Parcours entlang gehen konnte.......
 
 
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24.01.2016 / Septuagesimä
Predigt 1. Kor. 9, 24-26
Pfarrer Johannes Beisel, Gauangelloch

Liebe Gemeinde,

Was bedeutet es, wenn wir von „Evangelium“ sprechen - Evangelium, frohe Botschaft - frohmachende, freimachende Botschaft?
Gott liebt uns ohne Vorbedingungen, ohne unseren Verdienst, - ohne dass wir etwas dazu beigetragen hätten. Gott liebt uns aus seiner Freiheit heraus.

Gott schenkt uns seine Liebe – aus freien Stücken, freiwillig, - ohne dass wir uns dazu erst besonders liebenswert gemacht haben müssten, - uns möglichst liebenswert dargestellt haben müssten.

Ich muss mich also nicht selbst ins rechte Licht rücken, denn ich bin Gott recht. Wenn ich das so sein lasse und begreife, dann brauche ich mich nicht mehr zu verbiegen. Iich muss mich nicht selbst groß machen. - Dann bin ich frei.......

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17.01.2016 / Letzter Sonntag nach Epiphanias
Predigt 2. Kor. 4, 6 - 10
Pfarrerin Guschi Herion, Eberbach

Liebe Gemeinden

Und Gott sprach: `Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten´. Gott sei Dank, liebe Gemeinde. Was wären wir alle ohne Licht? Umherirrende. Tastende. Verlorene mit blinden Seelen, weil uns die Sicht genommen wäre. Das würde nicht gut ausgehen in einem Kerker solcher Finsternis. Es geht nicht ohne Gott. So viel ist für Paulus sonnenklar. Denkt doch darüber nach, ihr Menschen: Wo kommt ihr her und wo kommt das Licht her, das ihr zum Leben braucht? Von Gott her kommt das alles.......

 

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10.01.2016 / 1. Sonntag nach Epiphanias
Predigt Römer 12, 1-3
Lehrvikarin Annette Röhrs, Wilhelmsfeld

Liebe Gemeinde,

Morgen wird es für viele hart: Die Ferien sind vorbei. Nicht nur für viele Schülerinnen und Schüler, sondern auch für viele Berufstätige, die die vielen Feiertage für eine längere Urlaubspause genutzt haben. Morgen hat uns der Alltag wieder. Ihr Konfis werdet zur Bushaltestelle rasen, einige vielleicht mit einem mauen Gefühl im Bauch. Eure Lehrerinnen und Lehrer hatten über die Ferien Zeit Klassenarbeiten zu korrigieren. Auf die Berufstätigen warten allerlei Probleme, die sie vor Weihnachten beiseite gelegt hatten, weil sie Zeit bis nach Weihnachten hatten. Diese Zeit ist jetzt. Und für die, die daheim bleiben, beginnt auch dort der Alltag mit Arbeit: Aufräumen nach  dem Weihnachts- und Ferientrubel ist angesagt. Die Kinder und Enkelkinder sind abgereist, aber manche Spur findet sich noch von ihnen. Sich neu ausrichten ist angesagt: Was kommt die nächsten Wochen auf mich zu........?

  

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Jahreslosung 2016
Predigt Jesaja 66,13
Pfarrerin Wiltrud Schröder-Ender, Meckesheim

Liebe Gemeinde!

Am vergangenen Sonn­tag hatte mein jüngster Neffe seinen zweiten Geburts­tag. Beim be­geisterten Aus­packen eines Geschenkes schlug die Stimmung plötzlich um: Er hatte sich eingeklemmt. Schluchzend  und „Aua“ rufend, rannte zu meiner Schwester. „MAMA!“ war das Rettungswort. Die Mama pustete und tröstete  - und Schwups war der Schmerz weg. Ein neues Paket konnte in Angriff genommen werden. Diese Situation kommt Ihnen ganz bestimmt bekannt vor: aus der eigenen Kindheit, von Kindern, Enkel­kin­dern, Patenkindern und Nachbars­kindern. Und ich kann mich gut erinnern an den schmerz­haften Moment, als meine Kinder und ich entdecken mussten, dass Mama eben nicht immer trösten kann. Dass Kummer zum Leben gehört und Trost nicht immer so einfach ist....

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24.12.2015 / Weihnachten
Predigt Lukas 2, 1-20
Pfarrer Klaus Zimmermann, Bammental

Liebe Gemeinde

Ist die Krippe wichtig?
Sie wird in der lukanischen Weihnachtsgeschichte dreimal erwähnt. Maria wickelt das neugeborene Kind in Windeln und legt es in eine Krippe. Der Engel, der den Hirten die Geburt des Christus verkündigt, sagt ihnen auch, dass sie den Retter daran erkennen werden, dass er als kleines Kind in einer Krippe liegt. Und die Hirten, die sich auf den Weg machen, finden alles so vor, wie es ihnen gesagt worden ist: ein Kind in der Krippe.
Die Krippe war wohl ein Futtertrog. Vielleicht stand sie in einem Schuppen, vielleicht auch auf freiem Feld. Auf jeden Fall: in der Herberge ist kein Platz. So wird das Neugeborene in einen Futtertrog gebettet. Sind die Leute in Bethlehem so herzlos……

 

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20.12.2015 / 4. Advent
Predigt: Liedpredigt zu Lied "Es kommt ein Schiff geladen"
Pfarrer Michael Kreitzscheck, Wilhelmsfeld

 

Liebe Gemeinde,

Es kommt ein Schiff, geladen bis an sein' höchsten Bord…

In Wedel an der Elbe, genauer an der Schiffsbegrüßungsanlage des Schulauer Fährhauses kann man das den ganzen Tag über erleben. Eigentlich nichts Besonderes, könnte man meinen. Doch wer den hochhaushohen Containerschiffen oder den riesigen Luxuslinern zuschaut, die, so scheint es, ganz plötzlich auftauchen und auch schon bald wieder verschwunden sind, kann sich ihrer Faszination kaum entziehen.

Vielleicht löst es in uns eine verborgene Sehnsucht aus, Heimweh oder Fernweh, uneingestandene Romantik oder rätselhafte Träume, die auf Entschlüsselung warten.  Es scheint deshalb auch nicht von ungefähr, dass das Motiv des kommenden und gehenden Schiffes auf vielen berühmten Bildern und in vielen bekannten Gedichten begegnet, ungeachtet der Grenze zwischen Kunst und Kitsch...
 

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22.11.2015 / Ewigkeitsonntag
Predigt: Matthäus 25, 1-13
Pfarrer Ulrich Weindel, Wiesenbach

Liebe Gemeinde,

am vergangenen Sonntag bin ich nach der Feierlichkeit zum Volkstrauertag noch ein wenig über den Friedhof in Wiesenbach gelaufen. Ruhig und friedlich hat alles gewirkt, gerade so, wie es die Konfirmanden oft beschreiben, wenn wir den Friedhof besuchen. An einigen Gräbern bin ich in liebevoller Erinnerung stehen geblieben. Schmunzeln musste ich am Grabstein des passionierten Anglers, der selbst keinen gebratenen Fisch riechen konnte und immer von zu Hause regelrecht geflüchtet ist, wenn seine Frau den von ihm gefangenen Fisch zubereitet hat. Einen Stich im Herzen habe ich am Grab der lieben Freundin verspürt, die viel zu früh von uns gegangen ist. Lächelnd habe ich mich an die Sängerin erinnert, die voller Lebenslust und wunderschöner Melodien steckte......
  

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15.11.2015 / Volkstrauertag
Predigt: Mattäus 25, 31-40
Pfarrer Werner Weiland, Schönau

Liebe Gemeinde,

lange galt der Volkstrauertag als Gedenkveranstaltung für die gefallenen Soldaten. Unmittelbar nach dem Krieg, da waren die Wunden frisch, da gab es in vielen Familien Trauer. Jetzt sind viele Jahrzehnte ins Land gezogen. Jene, die einen Gefallenen zu beklagen hatten, sind alt geworden. Und wir genießen seit 70 Jahren den Frieden. Einen so langen Zeitraum, in dem es kein Krieg gab, hat unser Land selten erleben dürfen. Was für ein großes Geschenk, der Friede......

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01.11.2015 / 22. Sonntag nach Trinitatis
Predigt: Matthäus 18, 21-35
Dekan Ekkehard Leytz

Liebe Gemeinde

I can not forgive“ lautet der 1963 erschienene Titel, unter dem Rudolf Vreba und Alfred Wetzler ihre persönlichen Erinnerungen an das KZ Auschwitz veröffentlicht haben, aus dem sie 1944 haben fliehen können. I can not forgive – ich kann sie nicht vergeben, die Gräueltaten der Shoa.

Ich kann das verstehen. Auch trotz oder wegen des bewegenden Berichtes der Holländerin Corry Ten Boom, die aus dem KZ in Ravensbrück entkommen ist. Sie erzählt, dass nach einer Lesung ein ehemaliger KZ-Aufseher auf sie zukommt und sie um Vergebung bittet. Sie erstarrt für Sekunden. Und dann – in Erinnerung an Jesu Worte: «Wenn ihr den Menschen ihre Sünden nicht vergebt, dann wird der  himmlische Vater im Himmel auch euch nicht vergeben» (Matthäus 6,15) streckt sie ihm die Hand hin – und vergibt.

Gerade in dem, was Menschen unter dem Schreckensregime des Dritten Reiches erlebt haben,  ist deutlich zu unterscheiden zwischen Vergeben und Vergessen. Nur.......
 
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31.10.2015 / Reformationsfest
Predigt: Matthäus 5, 1 - 10
Dekan Ekkehard Leytz / Bezirkskirchenrätin Ingrid Eilers

Selig – was für ein altertümliches, zauberhaftes Wort. Selig – kennen unsere jungen Leute das überhaupt noch? Und wir, die Alten, benutzen wir es noch? Sagen wir: Da war ich aber selig! Oder sagen wir nicht vielmehr: Da war ich so mal richtig glücklich, oder happy, oder im siebten Himmel? In dem Wort selig, da schwingt so etwas Warmes, Wohliges mit. Schlaf nun selig und süß, so hat vielleicht die Mutter noch am Bett gesungen......
  

 

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18.10.2015 / 21. Sonntag nach Trinitatis
Predigt : Ehepredigt
Pfarrer Klaus Zimmermann, Bammental

Was  Rose, Album, Laterne und Bibel   zu sagen haben
Predigt beim Gottesdienst mit Ehe-Jubilaren

Heute predigen zu uns eine Rose, ein Album, eine Laterne und eine Bibel.

Rose: Es soll Männer geben, die schenken ihren Frauen am Hochzeitstag gerne Rosen. Und mit den Rosen schenken sie ganz

viel Wertschätzung und Achtung und Zuwendung.Das tut gut. Das tut der geliebten Ehefrau gut. Das tut der Beziehung gut.

Einmal im Jahr Rosen schenken- vielleicht ist das zu wenig....
 

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11.10.2015 / 19. Sonntag nach Trinitatis
Predigt Markus 2, 1 - 12
Pfarrerin Guschi Herion, Eberbach

Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe jetzt ist der Tag des Heils! Amen
Liebe Gemeinde

Wieviel wiegt der Text von heute, liebe Gemeinde? 20 Gramm, vielleicht? Dann frankiere ich mit 62 Cent. Gerade noch so. Ich bin unsicher, und leider fehlt mir auch eine entsprechende Briefwaage für theologische Gewichte. Ich vermute fast: Der heutige Predigttext wiegt schwerer. Ach so, sie kennen den Text ja noch gar nicht. In Kurzform: Menschentrauben, Jesus in einem Haus, ein offenes Dach, ein Kranker, Schriftgelehrte und unglaubliche Ereignisse. Ich bin gespannt, liebe Gemeinde....

 

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04.10.2015 / Erntedankfest
Predigt Mattäus 6, 24-34
Pfarrer Michael Kreitzscheck, Wilhelmsfeld

Ökumenisches Erntedankfest „Tischlein, deck dich“

„Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde; du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.“

So spricht der Beter des 23. Psalms (Ps.23,5). Was für ein schönes Bild: Gott bereitet vor mir einen Tisch! Das heißt: Ich bin Gast und kann mir austeilen und einschenken lassen. Ich brauch noch nicht einmal „Tischlein, deck dich!“ zu rufen, und meine Sorgen bin ich los. 

Ja, und während ich da so am gedeckten Tisch sitze, kommen mir die Worte Jesu in den Sinn, die uns Matthäus im 6. Kapitel seines Evangeliums überliefert hat.....

      

  

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26.07.2015 / 8. Sonntag nach Trinitatis
Predigt Mattäus 5, 13-16
Pfarrerin Petra Hasenkamp, Neckargemünd Markusgemeinde

Liebe Gemeinde!

„Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin!“ – Dieses Zitat kennen viele von uns, es stammt wohl von dem Amerikaner Carl Sandburg

und wurde später Bertold Brecht zugeschrieben. Stell dir vor es ist Krieg – die Zeiten haben sich wohl leider nicht geändert.

Aber es geht mir heute nicht um den Krieg.

Und darum möchte ich dieses Zitat etwas abändern, wie ich es im Internet als Idee gefunden habe:

Stell dir vor, Du bist Christ, und keiner merkt’s!

Kein Problem, denke ich und wir alle könnten genug Situationen auflisten, in denen genau das passiert ist: Stell dir vor, Du bist Christ, und keiner merkt’s.

Im Urlaub z.B. Natürlich klopfen wir im Hotel nicht an das Nachbarzimmer und sagen: Ich wollte mich nur kurz vorstellen, Hasenkamp, ich bin Christin. Falls was sein sollte…….

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28.06.2015 / 4. Sonntag nach Trinitatis
Predigt Lukas 6, 36-42
Pfarrer Steffen Banhardt, Heiligkreuzsteinach

Liebe Gemeinde

Meine Liebe ist besser als deine. — kann man Liebe beurteilen? Ist der Wert der Liebe zwischen zwei Menschen davon abhängig,

ob sie dem gleichen Geschlecht angehören oder nicht? „Keine Verbindung ist tiefgreifender als die Ehe, denn sie verkörpert

die höchsten Ideale von Liebe, Treue, Hingabe, Opfer und Familie. Mit dem Eheschluss werden zwei Menschen zu etwas

größerem, als sie einzeln waren.“ , schrieb in der vergangenen Woche der oberste Gerichtshof der USA in seinem Urteil zur

gleichgeschlechtlichen Ehe……

 

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21.06.2015 / 3. Sonntag nach Trinitatis
Predigt Lukas 15, 1-3, 11b-32
Pfarrer Michael Kreitzscheck, Wilhelmsfeld

Liebe Gemeinde,

das Fest war gefeiert, das gemästete Kalb verzehrt. Noch hing der Duft des Bratens im Raum, noch standen die Gläser auf den Tischen. Der heimgekehrte jüngere Sohn begegnete seinem älteren Bruder. Irgendwo im Haus vielleicht, oder draußen auf den Feldern des Vaters.

„Warum hast du nicht mitgefeiert – gestern Abend?“

Der finstere Gesichtsausdruck des älteren Bruders mag noch finsterer geworden sein, als er die Frage hörte. Konnte dieser Mensch ihn nicht wenigstens in Ruhe lassen? Er spürte wie Zorn und Hass wieder in ihm aufstiegen – wie am Abend zuvor, als der Vater ihn einlud, mit den anderen zu feiern und fröhlich zu sein. „Ich konnte nicht. Ich konnte einfach nicht.....

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14.06.2015 / 2. Sonntag nach Trinitatis 
Predigt Lukas 14, 15-24
Pfarrer Dirk Ender, Meckesheim

 

Liebe Gemeinde!

Wir sind eingeladen zum Fest des Glaubens. 

Heute vor einer Woche, Kirchentag in Stuttgart. Wir 17, die wir von der Bezirksjugend aus in einer Schule übernachtet hatten, waren müde. Schlafen auf Isomatten, kurze, unruhige Nächte, schweißtreibende Temperaturen, viele verschiedene Veranstaltungen, viele tolle Eindrücke, die uns in Kopf und Herz herumschwirrten. Am Sonntag dann morgens um 6:30 Uhr aufstehen. Zumindest wir Älteren (über 20) genossen noch einmal ein gutes Frühstück, 7:30 Uhr Sachen aufräumen, Müll wegräumen, Tische und Stühle im Klassenzimmer wieder richtig hinstellen. Mit großem Gepäck in vollen U-Bahnen ging`s dann zu den Cannstadter Wasen, wo der Abschlussgottesdienst stattfinden sollte......
 
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07.06.2015 / 1. Sonntag nach Trinitatis
Predigt 1. Kön. 3, 5-15 Predigtext Abschlussgottesdienst Kirchentag

Pfarrerin Dr. Sabine Bayreuther

 

I have a dream - Ich habe einen Traum... So, liebe Gemeinde, beginnt die berühmte Rede von Martin Luther King. Ich habe einen Traum... Ich habe nicht nur einen, sondern viele Träume. Und Sie? Haben Sie auch Träume? Und wovon träumen Sie?

Träumen Sie von Reichtum und Erfolg? Von einem großen Auto und einer schönen Villa? Einer Jacht womöglich? Oder träumen Sie davon, dass Sie mehr Freizeit haben? Öfter mal Viere gerade sein lassen und das Leben genießen können? Träumen Sie vielleicht von einer schönen Reise in ein fernes Land? Oder träumen Sie von einem Leben ohne Krankheit und Schmerzen? Von einer Welt ohne Leiden? Von einer Gesellschaft ohne Armut? Auf dem Kirchentag in Stuttgart haben in den letzten dreieinhalb Tagen viele tausende Menschen gemeinsam geträumt und über ihre Träume, ihre Visionen gesprochen.....

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01.06.2015 / Trinitatis
Predigt Joh. 3, 1-8
Pfarrer Klaus Zimmmermann

Liebe Gemeinde!

Ist es nicht seltsam: wir  wurden geboren und  haben nichts dazu beigetragen.  Unsere Mutter hat uns 9 Monate lang unter ihrem Herzen getragen. Dann wurden wir hineingeboren in eine Zeit und in Umstände, die wir uns nicht ausgesucht haben. Das Licht der Welt haben wir erblickt, so sagen wir. Seither sehen wir, was unter der Sonne geschieht: wir sehen Schönes und Hässliches, wir sehen Bezauberndes und Erschreckendes.

Was sehen wir von Gott? Gott können wir nicht sehen, sagt die Bibel. Die einen sagen: da ist auch nichts zu sehen, denn es ist kein Gott. Doch, sagen andere: wir haben Spuren seiner Liebe in unserem Leben entdeckt. Wie nun: die einen sehen nichts und die anderen sehen etwas von Gottes Wirken in ihrem Leben? Wie geschieht das, dass wir sehend werden für Gott? Auf diese Fragen gibt uns Johannes, der Evangelist, Antwort, in dem er von Nikodemus erzählt….

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24.05.2015 / Pfingsten
Predigt Joh.14,25-27
Pfarrer Dirk Ender

Liebe Pfingstgemeinde!

„Komm, Heiliger Geist!“

„Come, Holy spirit!“ - „Veni, Sancte Spiritus!“

Weder im Lateinischen, noch im Englischen oder im Deutschen – und wohl auch in keiner anderen Sprache – gibt es eine kürzere, kraftvollere Botschaft als die Bitte: „Komm, Heiliger Geist!“ Um nichts weniger als Gott selbst bitten wir mit diesen drei Worten, um seine Kraft, seinen Trost, seinen Mut, seine Bewahrung, seinen Geist heute, hier und jetzt. Wir bitten um das Brausen und das Feuer der Leidenschaft von Gottes Wort, das die Menschen damals und uns bis heute begeistert und mit innerer Kraft erfüllt. Jesus – mitten unter uns.......

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17.05.2015 / Exaudi
Predigt zu Joh. 15, 26-16,5
Pfarrer Johannes Beisel

Liebe Gemeinde,
haben Sie sich das schon einmal klar gemacht, was das für eine Geisteskraft gewesen sein muss, die den christlichen Glauben bis heute, bis hierher getragen hat, was das für eine große Bewegung ist, die von Jesus Christus ausgegangen ist, - die durch die Jahrhunderte hindurch gelaufen ist und die schließlich auch uns erreicht hat, - uns erreicht hat und u.a. auch dafür gesorgt hat, dass wir uns hier heute versammelt haben und Gottesdienst feiern. Ich weiß nicht, was Sie sich bei dem Lied vorstellen, das wir gerade gesungen haben - „Ins Wasser fällt ein Stein“......

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03.05.2015 / Kantate
Predigt zu Mt.11, 25-30
Pfarrer Werner Weiland

Liebe Gemeinde,

Gott kennen ist Leben“ sagt der russische Dichter Leo Tolstoi. Wir stimmen dem gerne zu. Aber die Frage kommt gleich anschließend: Wer kennt denn Gott wirklich? Wer kann denn von sich beanspruchen, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde auch nur annähernd ergründet zu haben? Gewiss, wir haben das Glaubensbekenntnis gelernt. Vielleicht sogar schon einmal die Bibel durchgelesen. Aber kennt man dann Gott?

Vielleicht erscheint Ihnen das zunächst eine sehr spekulative Frage zu sein. Etwas für Philosophen und Theologen. Aber dann bricht wie ein Ungewitter eine Nachricht über uns herein wie die Folgende: Erdbeben in Nepal. Über 6000 Tote. Tausende verletzt und Millionen obdachlos. Was für ein Elend!!!!

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04.04.2015 /Ostersonntag
Predigt zu MK 16, 1-8
Pfarrer Michael Kreitzscheck

Liebe Gemeinde,

Ostersonntag, Fest der Auferstehung, Tag der Halleluja-Klänge. Und die Jahreszeit begleitet uns dabei schwungvoll. Alles ist wie ein Aufruf: Vertraut dem Leben!

Und das zwei Wochen nach dem grauenhaften Absturz des Germanwings-Flugs 4U9525 üben den französischen Alpen? Auf dem Flug von Barcelona nach Düsseldorf? Die Bestürzung und Betroffenheit über diesen Absturz war weltweit zu spüren. Wir können das nicht beiseiteschieben und heute mit ungebrochener Stimme Halleluja singen. Und wenn wir auf die Osterbotschaft von heute hören, auf das Osterevangelium nach Markus, dann müssen wir das auch nicht. Es ist eine Botschaft, die im Entsetzen der Frauen hängenbleibt…..

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03.04.2015 / Karfreitag
Predigt zu Jo 19,16-27
Pfarrer Werner Weiland

Liebe Gemeinde,

in den Gottesdiensten des heutigen Karfreitags steht für uns das Kreuz im Mittelpunkt. Da starb Jesus. Und seither ist es für Christen das zentrale Erkennungszeichen geworden. Vermutlich werden in den nächsten Wochen in der Nähe des französischen Alpendorfes Le Vernet auch Kreuze aufgestellt werden. Am vorletzten Dienstag flog dort ein Pilot sein Flugzeug mitsamt 150 Personen in den Tod..-.

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15.03.2015 /Lätare
Predigt zu Jo 12,20-26
Pfarrer Klaus Zimmermann

Liebe Gemeinde,

kein Tag vergeht, an dem in den Nachrichten nicht von den Griechen die Rede ist. Nun redet auch das heutige Evangelium von Griechen, die  Jesus sehen wollen. Gemeint sind wohl griechisch sprechende Nicht-Juden, die an der jüdischen Religion Interesse gefunden haben…

 

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08.03.2015 / Okuli
Predigt zu Lk 9, 57-62
Pfarrer Michael Kreitzscheck

Liebe Gemeinde,

drei verschiedene Menschen möchten Jesus Christus nachfolgen. Drei verschiedene, recht ernüchternde Antworten erhalten sie auf ihr Ansinnen. Der erste will Jesus folgen, wohin immer dieser gehen sollte. Jesus ist da bereits auf dem Weg nach Jerusalem in den sicheren Tod. Und folgerichtig gibt er diesem gutwilligen Menschen die ernüchternde Antwort: hast du dir das wirklich gut überlegt, was ich anzubieten habe, ist Heimatlosigkeit. „Der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege“. Keine Sicherheit, keinen gemütlichen Ort, kein Nest, kein Zuhause…..

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01.03.2015 / Reminiszere
Pedigt zu Mk 12, 1-12
Pfarrer Samuel Goerke

Liebe Gemeinde!

Es ist nicht schön, ist aber leider eine traurige Wahrheit. Ein Mensch ist verstorben,und noch vor der Beerdigung entsteht ein Streit um das Erbe. Menschen, die vorher gut miteinander auskamen, werden zu Todfeinden. Hintergrund ist meistens das liebe Geld, ein Haus oder andere Vermögenswerte…...

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22.02.2015 / Invokavit
Predigt zu Mt 4, 1-11
Pfarrer / Dekan Ekkehard Leytz

Liebe Mitchristen,

messerscharf der Teufel erkennt die Schwachstelle des Menschen. Klug wie die Schlange muss er sein, wenn er den Menschen und erst recht den Menschensohn  um den Finger wickeln will. Und er findet den Kairos, den rechten Augenblick, wo der Menschen am anfälligsten sind: Dann, wenn er hungrig ist. Oder meint, schon alles überstanden zu haben….

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15.02.2015 / Sexagesimä
Predigt zu Mk 8, 31-38 (2)
Pfarrer Werner Weiland

Liebe Gemeinde,

Das Thema der heutigen Predigt lautet: Der Weg zum Glück. Vielleicht denken Sie jetzt: Da passt aber der Predigttext nicht. Der geht doch in eine ganz andere Richtung. „Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst“ sagt Jesus. Sollte das Glück sein? Viele Menschen sehen jetzt ihr Vorurteil bestätigt: Ein Spielverderber sei Jesus...

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08.02.2015 / Sexagesimä
Predigt zu Lk 8, 4-15
Pfarrerin Dr. Sabine Bayreuther

Liebe Gemeinde!

Bald ist Valentinstag. Das ist jedes Jahr so zwischen Weihnachten und Ostern. Die Zahl der Herzen in den Geschäften ist in den letzten Wochen deutlich gestiegen – dieses Jahr zwischen Faschingskostümen und Perücken. Es mag Kommerz sein. Doch wer kennt das nicht: Herzensfreude....

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01.02.2015 / Septuagesimä
Predigt zu Ps. 18,30
Pfarrer Johannes Beisel

Liebe Gemeinde,

für die Predigt Reihe „Bild und Bibel“ habe ich ein Bild von Sieger Köder herausgesucht, das mir und vielleicht ja auch Ihnen Spaß macht und Freude bereitet -ein Bild, das mich anspricht, vor allem weil es humorig daherkommt, und wohl auch, weil ihm eine gewisse Naivität eigen ist...

  

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25.12.2014 / 1. Weihnachtstag
Predigt zu Lk 2, 15-20
Pfarrer Ulrich Weindel

Liebe Gemeinde,
der Predigttext für heute ist uns allen wohl vertraut. Es sind die Worte, die wir gestern am Heiligen Abend gehört haben, aus der Erzählung von der Geburt Jesu der Abschnitt, in dem die Hirten zum Kind kommen:
Als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. ...

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21.12.2014 / 4. Advent
Predigt zu Lk 1, 46-55
Pfarrer Johannes Beisel

Liebe Gemeinde,
Maria ist ein junges Mädchen aus Nazareth, einer kleinen, ziemlich unbedeutenden Stadt im Norden Israels, in Galiläa. Das Leben von Maria war schon früh in eine bestimmte Richtung vorgezeichnet: Ihre Eltern verlobten sie mit Josef, dem Zimmermann. Das war eine gute Partie, denn Josef war aus gutem Hause und hatte ein ordentliches Auskommen. Da konnte sie zufrieden sein.
Aber dann, noch vor der Hochzeit, noch bevor alles seinen geplanten Lauf nimmt, geschehen seltsame Dinge. Maria sieht einen Engel, der mit ihr spricht. Sie hat eine Visionen.
Heutzutage würden das manche vielleicht mit Hirngespinsten abtun, - Maria wohl möglich in die Psychiatrie einliefern. ...

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14.12.2014 / 3. Advent
Predigt zu Mt 11, 2-6
Pfarrer Michael Kreitzscheck

Liebe Gemeinde,
ein Whistleblower. Ein Popstar. Kritiker der Herrschenden. Er veröffentlichte die Gesetzesbrüche der Mächtigen. Brach damit ein Tabu. Hatte unzählige Follower, sprich: Anhänger. Und bekam den Gegendruck des Machtapparats heftig zu spüren.
Ich spreche nicht von Edward Snowden, dem heute von der Liga für Menschenrechte die „Carl-von-Ossieswky-Medaille“ überreicht werden wird. Sondern von einem Mann, der sich zweitausend Jahre früher mit den Herrschenden angelegt hat: Johannes der Täufer...

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07.12.2014 / 2. Advent
Predigt zu Lk 21, 25-33
Pfarrer Werner Weiland

Liebe Gemeinde,
vor einer Woche feierten wir den 1. Advent: Gott ist in Jesus in unsre Welt gekommen. Und die Adventszeit will uns darauf vorbereiten. Der Blick geht also nach vorne zu Weihnachten, zum Geburtsfest Jesu, hin. Advent ohne Weihnachten wäre gar nichts. Bei uns in Schönau hat gestern der Weihnachtsmarkt seine Pforten geöffnet, und wir kaufen das Eine oder Andere schon fürs Fest ein. Die Straßen selbst in den kleinsten Ortschaften sind mit Lichtern geschmückt: Sterne, Tannenbäume, Engel – alles das, um das Fest der Geburt Christi ins rechte Licht zu rücken...

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30.11.2014 / 1. Advent
Predigt zu Mt 21, 1
Pfarrerin Friedericke Brixner in Mauer

Liebe Gemeinde,
„Macht hoch, die Tür, die Tor macht weit…“
In Jerusalem gibt es das sogenannte goldene Tor. Es befindet sich im Ostteil der Stadtmauer und – es ist zugemauert. Es ist verschlossen, undurchdringbar.
Das goldene Tor. Es hat für alle drei Weltreligionen, die in Jerusalem beheimatet sind, eine wichtige Bedeutung: Der jüdischen Tradition zufolge wird der Messias durch dieses Tor in die Stadt Einzug halten. Nach der christlichen Überlieferung kam Jesus bei seinem letzten Besuch in Jerusalem durch diese Pforte, und die Muslime glauben, dass dies der Ort des jüngsten Gerichts sein wird.
Das goldene Tor ist verschlossen. Ein zugemauertes Tor im Advent?
Die Adventszeit war in Wahrheit noch nie idyllisch. Dieses Warten war immer geprägt von Hoffnung auf Veränderung, auf einen Durchbruch, auf etwas Neues…

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09.11.2014 / Drittletzter Sonntag im Kirchenjahr
Predigt zu 1. Thess 5, 1-6
Dekan Ekkehard Leytz, Michaelskirche Eberbach

Liebe Mitchristen,
Der Filmemacher Alexander Kluge lässt in einer Szene einen Kammersänger fragen, wie er denn im ersten Akt – so habe man über die Aufführung geschrieben – mit einem Funken Hoffnung singen könne, wo er doch wisse, dass die Oper im fünften Akt schlecht ausgehe. Er antwortete: „Das weiß ich im ersten Akt noch nicht.“ Die Interviewerin erinnert ihn daran, das er das Stück schon 84 Mal gespielt hat und daher wissen müsse, wie es ausgeht. Und sie erneuert die Frage: „Ja wieso spielen Sie dann „mit einem Funken Hoffnung im Gesicht“? – Weil ich im ersten Akt den fünften nicht kennen kann.“ Als sie ihrerseits weiter darauf besteht, dass es im fünften Akt nicht gut ausgehe und schon in 84 Aufführung nicht gut ausgegangen sei, sagt er:
„Könnte doch aber!“ ...

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